So wird die Küche kindersicher

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Kinder in der Küche sind meist keine gute Idee: Heiße Töpfe, scharfe Messer und andere Gefahren scheinen an jeder Ecke zu lauern. Doch man kann die Kleinen schließlich nicht ganz daraus fernhalten. Deswegen haben wir hier ein paar Tipps, um die Küche zum einem sichereren Ort zu machen.

Es wird wohl nicht gelingen, eine Küche vollkommen kindersicher zu gestalten. Irgendwo wird immer eine spitze Ecke oder eine rutschige Fliese übersehen. Aber kleine Unfälle gehören schließlich dazu. Mit ein wenig Vorsorge können Sie jedoch schlimmere Verletzungen verhindern.

1. Scharfe Kanten vermeiden

Scharfe Kanten können überall sein: am Tisch, am Küchenschrank oder an der Arbeitsplatte. Im Idealfall bedenken Sie dies schon bei der Planung Ihrer neuen Küche. Sie können beim Kauf und der Arbeit mit dem Küchenplaner, z. B. von Möbel Inhofer, darauf achten, dass die Möbel möglichst abgeflachte Kanten haben. Ist dies nicht möglich, können Sie Ihre Einrichtung mit einer speziellen Gummierung versehen. Falls sich nun jemand den Kopf stößt, entsteht höchstens eine kleine Beule.

2. Spitze und scharfe Gegenstände außer Reichweite aufbewahren

Oftmals ist einem überhaupt nicht bewusst, wie viele kleine Gefahren in der Küche auf die Kinder lauern. Zeit, sich dies bewusst zu machen. Messer und andere spitze Geräte sollten stets erhöht aufbewahrt oder ganz weggeschlossen werden. Dasselbe gilt für offene Dosen. Die scharfen Ränder können ganz schnell Wunden verursachen.

Wenn Sie also Reste haben sollten, füllen Sie diese gleich in Plastikdosen um und beseitigen Sie die Metall-Verpackung. Auch Feuerzeuge und Plastiktüten sollten Sie verschlossen aufbewahren, da sie ein potentielles Risiko für neugierige Kinder darstellen. Wenn Sie können, sollten Sie auch das Geschirr sicher aufbewahren. Es zerbricht leicht und die Scherben sind ein großes Sicherheitsrisiko für die Kleinen.

Keine Kindersicherung für den Herd: Das geht garnicht

Keine Kindersicherung für den Herd: Das geht garnicht  (#01)

3. Sicherungen für Herd und Ofen verhindern Verbrennungen

Zwei der größten Gefahrenquellen in der Wohnung sind Herd und Ofen. Neugierige Kinderhände fassen schnell mal auf eine heiße Herdplatte, nur um sich übel zu verbrennen. Insbesondere wenn die Kinder in ein Alter kommen, in dem sie Platte und heiße Töpfe erreichen können, muss etwas getan werden.

Hier helfen spezielle Herdsicherungen, die es dem Kind unmöglich machen, an alles auf dem Herd heranzukommen. Bei der Anschaffung eines neuen Herdes sollten Sie außerdem darauf achten, dass eine Kindersicherung für alle Bedienelemente integriert ist. So können die kleinen Entdecker den Ofen oder Herd auch nicht alleine einschalten und sich verletzen.

4. Vorsicht mit elektrischen Geräten

Toaster, Wasserkocher und Co. sind für Kinder besonders gefährlich. Daher sollten Sie diese immer selbst bedienen. Nach Gebrauch kann der Netzstecker gezogen werden, um Unfälle zu vermeiden. Noch besser: Verstauen Sie die benutzten Geräte gleich wieder in einem Küchenschrank. So kann auch unbeaufsichtigt nichts passieren.

Tipp: Steckdosen stellen ein großes Risiko für Kinder da, da sie unbedacht hineinfassen können. Für wenig Geld gibt es besondere Kindersicherungen und Steckdosenschutz. So lässt sich der Stecker nur noch mit einer speziellen Drehbewegung einstecken und Ihr Kind ist geschützt.

5. Reinigungs- und Putzmittel richtig aufbewahren

Die bunten Flüssigkeiten, die Sie zum Reinigen benutzen, sind für Kinder oftmals besonders interessant und schnell geschluckt. Deshalb sollten Sie die giftigen Chemikalien unbedingt in einem abschließbaren Schrank oder in ausreichender Höhe aufbewahren, sodass Ihre Kinder keinen Zugang hierzu haben. Denken Sie auch daran, die Reiniger stets nach Gebrauch wieder an ihren sicheren Platz zurück zu stellen.

Es gibt einfach Sachen, Gegenstände die unbedingt hinter Schloss und Riegel gehören

Es gibt einfach Sachen, Gegenstände die unbedingt hinter Schloss und Riegel gehören (#02)

6. Hinter Schloss und Riegel gefährliche Gegenstände  verwahren

Die wohl einfachste Methode, um Feuerzeug, Messer und Reinigungsmittel außer Reichweite von Kindern aufzubewahren, ist, diese in verschließbaren Schränken und Schubladen zu verwahren. Dies ist von Modell aus leider nicht immer der Fall, aber mit speziellen Sicherungen, die nachträglich angebracht werden, lässt sich jede Küche nachrüsten. So besteht keinerlei Gefahr mehr, dass Ihre Kinder etwas Gefährliches in die Hände bekommen.

7. Der Müll gehört in den Müll

Mülleimer und liegen gelassene Gegenstände erscheinen Kindern oftmals besonders interessant. Das kann jedoch schnell gefährlich werden. Glasflaschen zerbrechen leicht in scharfkantige Scherben, Dosen sind ein hohes Schnittrisiko und verwahrloste Plastiktüten stellen insbesondere für Kleinkinder ein hohes Erstickungsrisiko dar.

Daher sollten Sie sich selbst die Disziplin angewöhnen, alles sofort in den passenden Müll zu räumen, sodass keine Gefahr für Ihre Schützlinge besteht. Dies zeigt jedoch nur seine Wirkung, wenn die Kleinen nicht im offenen Müll herumwühlen können. Daher sollten die Eimer fest verschlossen sein.

8. Geben Sie den Kindern eine interessante Beschäftigung

Kinder lieben es im Alltag bei Ihnen zu sein. Da ist die Küche keine Ausnahme. Es ist daher sehr sinnvoll, den Kleinen einen eigenen Bereich zum Spielen zu geben. Diese können Sie mit einem Laufgitter abgrenzen und gut überblicken. Die Kleinen sollten nicht durch die Küche rennen und toben.

Hier herrscht aufgrund spritzenden Fettes oder Wasser auf dem ohnehin schon glatten Küchenboden ständige Ausrutschgefahr. Zudem könnten Ihnen die kleinen Racker beim Spielen im Weg sein. Es könnten unglückliche Unfälle passieren. Wenn Sie Ihren Kindern jedoch einen klaren Bereich zum Spielen zuordnen, sind sie beschäftigt und es kann in aller Ruhe gekocht und gebacken werden.

Den Kühlschrank mit alkoholischen Getränken sollte nicht für Kinder zu öffnen sein.

Den Kühlschrank mit alkoholischen Getränken sollte nicht für Kinder zu öffnen sein. (#03)

9. Machen Sie Ihren Kühlschrank kindersicher

Kleine Kinder sind immer neugierig, das ist normal. Es gibt jedoch einige Gegenstände, die vor den Kleinen bewahrt werden sollten. Dazu gehört auch der Kühlschrank. Hierin befinden sich Lebensmittel, die Ihr Kind nicht in die Finger bekommen sollte. Kinder haben jedoch auch so viel Fantasie, dass sie daraus einen Ort zum Verstecken und Spielen machen können. Hierfür empfiehlt es sich, schnell einen Kühlschrankriegel anzubringen, sodass Ihre Kinder keinen Zugang zum Kühlschrank haben.

10. Alkohol und Kinder gehören nicht zusammen

Es möchte Sie niemand Ihres guten Glases Rotwein am Abend oder dem kühlen Bier nach einem anstrengenden Arbeitstag berauben, aber Sie sollten vorsichtig damit umgehen. Lassen Sie niemals Alkohol oder Reste offenstehen. Kinder sind neugierig und probieren alles aus – auch mal die Cocktailreste von der gestrigen Grillparty. Denken Sie daher immer daran, Getränke wieder zu verstauen und die Glasflaschen zu entsorgen – Ihrem Kind zuliebe.

11. Erklären Sie Ihrem Kind umsichtig, was verboten ist

Sie werden Ihrem Kind in der Küche vieles verbieten und es wird nicht verstehen warum. Versuchen Sie ihm das klarzumachen. Wenn es zumindest ein wenig Verständnis aufbringt, wird es eher vom heißen Herd und scharfen Messern fernbleiben, als wenn es nur auf Ihre Worte hört.

Tipp: Beteiligen Sie Ihr Kind an den Vorbereitungen. Zeigen Sie Ihren Liebsten, wie man Salat wäscht oder Kartoffeln schält. Sie werden Spaß daran haben und bald schon sicher im Umgang mit Küchengeräten sein.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: imagewell10-#01:Marco2811-#02:Sunny studio-#03: Andrey Popov

Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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