Weihnachtsgeschenke für Kinder: Große Überraschungen trotz weniger Geschenke?

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Kinder lieben Geschenke und sind doch gerade an Weihnachten häufig davon überfordert. Es sind meist zu viele Präsente, als dass diese unvergesslich sind. Dabei sollte doch vor allem die gemeinsame Zeit im Vordergrund stehen.

Konsumschlacht zu Weihnachten: Brauchen Kinder so viele Geschenke?

Die meisten Eltern und Großeltern kaufen gern Geschenke für die Kinder, vor allem zum Weihnachtsfest. Doch dann wirkt das Kind eher überfordert, wird gereizt und scheint noch mehr zu erwarten. Es packt ein Präsent nach dem anderen aus und steigert sich in die Geschenkeschlacht hinein. Letzten Endes sitzt es in einem Berg von zerrissenem Geschenkpapier und wirkt alles andere als glücklich. Und nun? Sieht so eine unvergessliche, gemeinsame Zeit aus? Oder wäre weniger nicht doch mehr?

Weniger ist auch zu Weihnachten mehr

Wer nach Geschenken für Kinder sucht, nutzt meist deren Wunschzettel als Anhaltspunkt und entscheidet sich für eines oder mehrere darauf befindliche Präsente. Doch wie werden Weihnachtsgeschenke für Kinder zu großen Überraschungen für kleine Weihnachtsengel? Die Lösung lautet: Weniger ist mehr!

Minimalismus ist angesagt und das auch in Bezug auf die Verwirklichung von Geschenkideen. Wer die Kleinen allein ihre Geschenke aussuchen lässt, wird von nützlich bis sinnlos, von Centartikel bis zum kleinen Vermögen alles dabei haben. Letzten Endes stellt sich dabei die Frage, ob Jungen und Mädchen durch die eigene Auswahl nicht auch überfordert werden. Man denke hier nur an das Kind, das einen Katalog mit Spielzeug in die Hand gedrückt bekommt.

Es möchte beinahe alles darin haben! Einiges davon hat es in der Werbung gesehen, anderes bei einem Spielfreund oder der besten Freundin. Ob das Produkt sinnvoll oder nötig ist, weiß das Kind in der Regel nicht. Nur allzu oft wird es aber nach dem Auspacken des Geschenks enttäuscht sein. „Damit kann man gar nichts weiter machen!“, so der häufig zu hörende Ausruf. Für Eltern und Großeltern heißt das, dass es nicht sinnvoll ist, den Geschenkwünschen der Kleinen unbedacht nachzugeben.

Minimalismus ist angesagt und das auch in Bezug auf die Verwirklichung von Geschenkideen. ( Foto: Shutterstock-  Inara Prusakova  )

Minimalismus ist angesagt und das auch in Bezug auf die Verwirklichung von Geschenkideen. ( Foto: Shutterstock- Inara Prusakova )

Eigene Wünsche nicht auf das Kind projizieren

Umgekehrt ist es nicht sinnvoll, die eigenen Wünsche und Vorstellungen auf das Kind zu übertragen. Wer auch als Erwachsener mit der Modelleisenbahn spielen möchte, kann sich diese selbst kaufen. Das Kind soll sich nicht genötigt fühlen, mit diesem Präsent zu spielen und am Ende die enttäuschten Blicke der Eltern ertragen müssen, weil es eben kein großes Interesse für Eisenbahn, Schiene und Weiche hat.

Ähnliches gilt für das Fahrrad unter dem Weihnachtsbaum. „Jetzt kannst du endlich fahren lernen!“, obwohl das Kind vielleicht ein ganz anderes Fahrrad bevorzugt hätte oder mental noch gar nicht so weit ist. Das Fahrrad ist ein gutes Beispiel dafür, dass es manchmal besser wäre, lieber die gemeinsame Zeit zu genießen und das Erlebnis des Fahrradfahrens anders zu zelebrieren. Warum nicht gemeinsam ein Fahrrad aussuchen gehen und dann zusammen die erste Fahrt wagen?

Der Nachwuchs sollte sich durch die Geschenke nicht unter Druck gesetzt fühlen oder den Eindruck bekommen, das Präsent müsste ihm zwangsläufig gefallen. Sie dürfen keinesfalls das Gefühl bekommen, dass sich die Eltern nur gut fühlen, wenn sich die Kleinen pflichtschuldig über die Geschenke freuen. Das Pokerface zu zwar gut gemeinten, aber in Wahrheit völlig deplatzierten Geschenken überfordert sie noch völlig.

Schöne Geschenkideen nicht am Wert festmachen

Wer sich für den Minimalismus beim Schenken entscheidet, kann auch die Weihnachtszeit stressfrei genießen. Das heißt jedoch nicht, dass die Geschenke gänzlich weggelassen werden müssen, wie es einige Menschen fordern oder gutheißen.

Ein Weihnachten ohne Geschenke wäre für die Kleinen wohl ein riesiger Reinfall und auch Erwachsene sollten ehrlich sein: Ein paar Geschenke sind doch einfach wunderbar! Es kommt nur auf die Art der Präsente sowie auf deren Anzahl an. Beides entscheidet darüber, ob sich ein Beschenkter wohl oder überfordert bzw. unwohl fühlt.

Der Alltag wird immer hektischer und verlangt vor allem Familien einiges ab. Gleichzeitig ist uns allen bewusst, wie vergänglich das Leben ist und wie schnell die Zeit, in der die Kinder groß werden, vorüber ist. ( Foto: Shutterstock- Inna Vlasova )

Der Alltag wird immer hektischer und verlangt vor allem Familien einiges ab. Gleichzeitig ist uns allen bewusst, wie vergänglich das Leben ist und wie schnell die Zeit, in der die Kinder groß werden, vorüber ist. ( Foto: Shutterstock- Inna Vlasova )

Unvergessliche Zeit schenken

Der Alltag wird immer hektischer und verlangt vor allem Familien einiges ab. Gleichzeitig ist uns allen bewusst, wie vergänglich das Leben ist und wie schnell die Zeit, in der die Kinder groß werden, vorüber ist. Es ist eine unvergessliche Zeit, die durch entsprechende Erlebnisse noch unvergesslicher werden kann. Wer nun auf der Suche nach tollen Geschenkideen ist, muss nicht immer etwas rein Materielles auswählen. Es ist auch möglich, gemeinsame Zeit zu verschenken und so besondere Präsente für ganz bestimmte Menschen zu überreichen. Denn dass sich jemand Zeit nimmt, wenn diese ohnehin schon knapp ist, dürfte der wohl größte Liebesbeweis sein!

Die Suche nach einem besonderen Erlebnis, das als Geschenk infrage kommt, muss sich unter anderem nach dem Alter der Kleinen richten. Eine Tour mit einem Alpaka am Strick ist für kleine Kinder nicht geeignet, sie sollten dafür schon gut zu Fuß sein. Der Besuch im Freizeitpark oder das gemeinsame Übernachten im Baumhaus hingegen sind Erlebnisse, die auch schon mit Kleinen unvergesslich sind. Sind diese schon größer, lassen sich deutlich mehr Geschenkideen finden, die als besondere und unvergessliche Erlebnisse in der Erinnerung bleiben werden.

Beispiele sind hier unter anderem:

  • Kochkurse für Jugendliche
  • Fliegen mit dem Flugsimulator
  • Rennen fahren per Rennsimulator
  • Hubschrauberrundflüge
  • Touren mit dem Hundeschlitten
  • Iglus bauen
  • Wasserski fahren
  • Wanderreittouren
  • Paintball-Turniere
  • Geocaching
  • Klettertouren

Alter, Fitness und Interessen des Kindes müssen berücksichtigt werden, wenn derartige Erlebnisse als Geschenkideen infrage kommen sollen. Zudem ist es häufig nützlich, wenn das Kind das Erlebnis nicht allein meistern soll. Eine besondere Überraschung ist es, wenn auch der beste Freund oder die beste Freundin mitkommen darf. Bei kleineren Kindern werden es eher die Eltern sein und alle werden diese unvergesslichen Ereignisse lieben!

Es gibt Geschenkideen mit denen alle Kinder ihre Freude haben ( Foto: Shutterstock- FamVeld )

Es gibt Geschenkideen mit denen alle Kinder ihre Freude haben ( Foto: Shutterstock- FamVeld )

Weitere Geschenkideen zu Weihnachten

Nur ein Gutschein für die gemeinsame Zeit bzw. für ein Erlebnis unter den Weihnachtsbaum legen? Das werden die wenigsten Eltern und Großeltern in dieser Art machen. Eine Kleinigkeit kann dann doch noch infrage kommen, sodass das Fest auch mit wirklich „greifbaren“ Geschenken gefeiert wird.

Hier bieten sich zum Beispiel Technikgeschenke für Kinder, mit denen sie erste Schritte mit dem eigenen Tablet unternehmen können, Modellbagger zusammenbauen oder einen Roboter konstruieren.

Viele dieser Geschenke sind als Lernspielzeuge konzipiert und eignen sich nicht nur für den Weihnachtstag, sondern sind perfekte Spielzeuge für das ganze Jahr. Teilweise können sie sogar mit anderen Sets kombiniert werden, sodass sich das Spielzeug dem Alter des Kindes anpassen lässt – die Bauteile werden einfach für das nächstschwierigere Technikspielzeug verwendet.

Ansonsten werden auch die Kinder minimalistisch veranlagter Eltern glücklich sein über das Puppenhaus, das sie sich schon lange gewünscht haben. Über die Inline Skates (das richtige Modell wählen!), die Polizei-Station oder die Schleich-Pferde. Beim Schenken sollten immer die Interessen des Kindes berücksichtigt werden, denn die Präsente sollten diesen unbedingt entsprechen.

Hilfreiche Tipps für alle, die noch kleine Präsente suchen:

  • Kugelbahn (klassisch oder als Technikmodell)
  • Puppe mit Zubehör
  • Experimentierkasten
  • Bücher und Hörspiele
  • Gutscheine für Spiele der Lieblingssportmannschaft
  • Laubsägeset
  • Schnitzwerkzeug
  • Popcornmaschine
  • Klettergerüst oder Sprossenwand

Wichtig ist hier nur, sich auf wenige Gaben zu beschränken bzw. eines auszuwählen, das zum gemeinsamen Erlebnisgeschenk dazugegeben wird. Ein Kind freut sich über ein weiteres Präsent, es erwartet sogar, mehr als nur den Gutschein für die Gemeinsamzeit auszupacken. Doch es sollte eben nicht überschüttet werden, dann bleibt die gute Laune erhalten und das Geschenk behält seinen Wert. Es ist nicht eines unter vielen, sondern ein ganz besonderes, unvergessliches und einmaliges Präsent. Das spart nicht nur schlechte Laune, sondern auch Geld!

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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