Die richtigen Haustiere für Kinder: Hund vs. Katze

0

Hund, Katze, Maus, Meerschweinchen oder Kaninchen – was sind die richtigen Haustiere für Kinder? Es gibt kaum so gespaltene Lager wie die Hunde- und Katzenfreunde. Doch welche Haustiere sind für Kinder eigentlich am besten geeignet?

Haustiere für Kinder: Auf Eltern und Kind kommt es an

Wenn es darum geht, über die richtigen Haustiere für Kinder nachzudenken, sollten Sie als Eltern in jedem Fall einmal innehalten. Es gilt, verschiedene Fragen zu beantworten, die klären, ob die Familie überhaupt bereit ist, ein Haustier aufzunehmen.

Besonders die Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein Kind – natürlich auch stark vom Alter abhängig – niemals die komplette Verantwortung für ein Haustier übernehmen kann. Wer als Elternteil nicht selbst den Wunsch verspürt, die Familiengemeinschaft durch ein neues Mitglied zu erweitern, der sollte gänzlich davon ablassen, ein Haustier anzuschaffen.

Selbstverständlich sind manche Tiere arbeitsintensiver als andere: Während ein Meerschweinchen, ein Hamster oder ein Kaninchen die meiste Zeit im Gehege bzw. im Käfig verbringt, aber gestreichelt werden kann, sind Fische beispielsweise absolut ‚pflegeleicht‘, von der Pflege des Aquariums einmal abgesehen.

Ein Hund oder eine Katze jedoch brauchen tägliche Zuwendung: Gassigehen beim Hund, Fellpflege bei der Katze und für beide die regelmäßige Futtergabe. Wer also überlegt, sich einen Hund oder eine Katze anzuschaffen, der sollte sich wesentliche Dinge vor Augen führen.

Wenn es darum geht, über die richtigen Haustiere für Kinder nachzudenken, sollten Sie als Eltern in jedem Fall einmal innehalten.(#01)

Wenn es darum geht, über die richtigen Haustiere für Kinder nachzudenken, sollten Sie als Eltern in jedem Fall einmal innehalten.(#01)

Ist die Familie bereit für einen Hund oder eine Katze?

Wenn sich die Kids ein Haustier wünschen, dann müssen auch die Eltern fest dahinter stehen. Einige Fragen helfen dabei, abzuschätzen, ob wirklich an alles gedacht wurde:

  •  Können die Kosten für das Tier gedeckt werden:
    • Futter
      Gerade beim Futter kann gespart werden, wenn man größere Mengen einkauft. Das geht online genauso wie in einer Filiale vor Ort:

      • Futterhaus bietet Mengenangebote in den aktuellen Katalogen und gewährleistet zugleich hohe Qualität an Tiernahrung.
      • Platinum ist dagegen nur im Direktversand zu erhalten, liefert aber ebenfalls eine hohe Qualität
      • Genauso kann man natürlich im lokalen Zoofachgeschäft oder bei jedem anderen Online Shop nach einem Mengenrabatt fragen
    • Equipment
      Meistens braucht man am Anfang eine größere Menge an Ausstattung, danach wird es überschaubar.
    • Tierarzt
      Auch wenn man den Tierarzt gerne vergisst, hier kommen regelmässige Kosten auf den Tierhalter zu.
    • Haftpflichtversicherung
      Eine Hundehaftpflicht ist ein MUSS, sonst kann ein Schadensfall schnell im finanziellen Ruin enden.
    • Hundesteuer
      Für „normale“ Hunde meist noch überschaubar, hat man allerdings einen sogenannten „Kampfhund“ kann die Hundesteuer schnell einmal auf das vierfache ansteigen.
  •  Ist das Tier nicht übermäßig lange alleine zu Hause?
  •  Gibt es bereits einen Hunde- bzw. Katzensitter, der bei Krankheit und Urlaub einspringen könnte?
  •  Ist genügend Platz für das Tier vorhanden?
  •  In einer Wohnung: Ist die Tierhaltung mit dem Vermieter abgeklärt?
  •  Bestehen Allergien gegen Hund- bzw. Katzenhaare?

Wurde wirklich an alles gedacht, steht vonseiten der Eltern einer Anschaffung des Tieres nichts mehr im Wege. Doch sind auch die Kinder dazu bereit, einem haarigen Freund ein ganzes Katzen- oder Hundeleben zur Seite zu stehen? Folgender Test für Kids zeigt, ob die lieben Kleinen ausreichend Verantwortung für einen felligen Freund übernehmen können.

Wurde wirklich an alles gedacht, steht vonseiten der Eltern einer Anschaffung des Tieres nichts mehr im Wege.(#02)

Wurde wirklich an alles gedacht, steht vonseiten der Eltern einer Anschaffung des Tieres nichts mehr im Wege.(#02)

Des Menschen liebster Freund, der Hund

Hunde sind treue Anhänger, die ein Leben lang von ihrem Herrchen oder ihrem Frauchen abhängig sind. Die Familie sehen sie als ihr Rudel und nehmen dort einen festen Platz ein. Je nach Größe und Art des Hundes braucht ein Hund viel Auslauf, im besten Fall einen Garten und eine großzügig geschnittene Wohnung. Kleinere Hunde können – insofern als sie genug Gassi gehen – auch in einer Wohnung gehalten werden.

Wichtig ist bei Hunden eine tierfreundliche und konsequente Erziehung. Auch wenn die Familie das Rudel des Haustieres darstellt, sollte jedoch nicht gänzlich darauf verzichtet werden, dass der Hund auch Fellnasen als Freunde hat. Dies dient ganz einfach dazu, sein Sozialverhalten mit anderen Hunden aufrecht zu erhalten.

Bei der Anschaffung eines Hundes sollte stets bedacht werden, dass ein Hund auch nur ein ‚Mensch‘ ist und ebenfalls seine Launen hat, krank werden kann oder eben auch in die Pubertät kommt, wo gar nichts mehr einfach ist.

Der Ruf, dass Hund willenlose Tiere sind, die sich vollständig ihrem Herrchen ergeben, ist nur bedingt richtig. Ein Hund möchte jedoch aktiv in den Familienverbund integriert werden und braucht sein ganzes Leben (acht bis 15 Jahre) lang die Familie, die sein Rudel darstellt. Gerade mit der Anschaffung eines Hundes lernen die Kinder, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen und sich regelmäßig um das Tier zu kümmern.

Hunde sind treue Anhänger, die ein Leben lang von ihrem Herrchen oder ihrem Frauchen abhängig sind.

Hunde sind treue Anhänger, die ein Leben lang von ihrem Herrchen oder ihrem Frauchen abhängig sind. (#03)

Samtpfoten und Kinder

Mit der Anschaffung eines Stubentigers kommt ebenfalls ein neues Mitglied in die Familie. Dennoch gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen Hund und Katze: Während der Hund aktiv in das Rudel integriert werden möchte, gehen Katzen oftmals ihren eigenen Weg.

Die verschmusten Samtpfoten suchen die Nähe von Menschen – aber anders als Hunde: Katze haben einen eigenen Charakter und tun nur das, worauf sie wirklich Lust haben. Kommen die Tiere zum Schmusen, dann wollen sie es auch. Gehen die Samtpfoten nach draußen, dann möchten sie in der Natur herumstreifen.

Je nach Art und Wohnlage ist es nicht immer möglich, dass die Katzen in der freien Natur ihrem natürlichen Jagdinstinkt nachgehen können. Dann ist es umso wichtiger, dass die Stubentiger in der Wohnung genügend Möglichkeiten haben, sich auszutoben: Kratzbaum, Katzenspielzeug und diverse Klettermöglichkeiten sowie ein geschlossener Balkon bieten den Samtpfoten auch ohne Freilauf Optionen, sich zu beschäftigen. Katzen sind, abhängig von ihrem Charakter und der Zuwendung, liebe, verschmuste Tiere, die jedoch einen eigenen Willen haben.

Wer also über die Anschaffung eines Haustieres für Kinder nachdenkt, sollte stets die grundlegenden Unterschiede zwischen Hund und Katze im Hinterkopf behalten.

Wer also über die Anschaffung eines Haustieres für Kinder nachdenkt, sollte stets die grundlegenden Unterschiede zwischen Hund und Katze im Hinterkopf behalten. (#05)

Haustiere für Kinder: Hund vs. Katze

Wer also über die Anschaffung eines Haustieres für Kinder nachdenkt, sollte stets die grundlegenden Unterschiede zwischen Hund und Katze im Hinterkopf behalten. Beide Tiere und ihre Charaktereigenschaften haben ihren Charme. Objektiv betrachtet wird Folgendes deutlich: Solange Katzen Futter und Zuneigung haben, beschäftigen sich die Tiere selbst. Der Verantwortungsgrad für die Stubentiger ist somit wesentlich geringer als für einen Hund. Während eine Katze selbst auf Erkundungstour im Grünen geht, muss ein Hund immer beaufsichtigt spazieren geführt werden.

Dennoch suchen Katzen sich auch ihr Zuhause. Gefällt es den Samtpfoten woanders besser, vorausgesetzt natürlich, dass die Auslauf haben, dann geschieht es nicht selten, dass sie nur noch zeitweise vorbeischneien. Ein Hund jedoch verweilt immer in der Familie, was ihn zu einem treuen, aber auch arbeitsintensiven Haustier macht. Die Frage nach einem Haustier für Kinder kann also nicht pauschal beantwortet werden.

Es gilt, stets die eigenen Bedürfnisse und das Verantwortungsbewusstsein der eigenen Kinder im Fokus zu behalten. Die Entscheidung für oder gegen ein Tier sollte weder leichtfertig noch vorschnell getroffen werden. Hat sich ein Tier nämlich einmal eingelebt, wird es für die Fellnase eine echte Tortur, sein neues Zuhause wieder zu verlassen.

Egal, ob die Katze nun eine gefangene Maus mit ins Haus bringt oder der Hund sich in den Exkrementen anderer Tiere rollt

Egal, ob die Katze nun eine gefangene Maus mit ins Haus bringt oder der Hund sich in den Exkrementen anderer Tiere rollt (#04)

Mit Tieren schmusen, aber richtig

Das ideale Haustier für Kinder gibt es nicht – stets sollten die eigene Wohnsituation, die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kids und das Wohl des Tieres im Vordergrund stehen. Mit der Anschaffung eines Stubentigers oder einer Fellnase kommt frischer Wind in Ihr Haus – dieser ist jedoch nicht immer angenehm frisch! Egal, ob die Katze nun eine gefangene Maus mit ins Haus bringt oder der Hund sich in den Exkrementen anderer Tiere rollt: Ein Hund oder eine Katze sind bei weitem nicht so sauber wie Menschen. Gerade wenn Kinder im Haushalt leben, sollten einige grundlegende Regeln eingeführt werden, damit auch mit einem Haustier gewisse hygienische Voraussetzungen geschaffen werden.

Das Waschen der Hände vor dem Essen sollte ebenso eine Grundvoraussetzung sein, wie die regelmäßige Entwurmung der Haustiere. Tägliches Staubsaugen hilft dabei, die Tierhaare in Schach zu halten und die Hygienebedingungen im Haushalt auf einem guten Stand zu halten. Je nach persönlichen Wünschen und Präferenzen können die Tiere ebenfalls auf die Couch oder ins Bett.

Vor allem dann sollten umso größere Hygienemaßnahmen ergriffen werden, damit eventuellen Infektionen vorgebeugt wird. Fakt ist: Ob Hund oder Katze – Haustiere für Kinder sind eine Bereicherung für das Familienleben und erfreuen dabei nicht nur die lieben Kleinen.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: absolutimages-#01:anutaray-#02: DoraZett-#03: Carola Schubbel-#04: chalabala-#05: Wild Geese

Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Lassen Sie eine Antwort hier