Wie man seinen Nachwuchs sicher überwachen kann

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Erschöpfung macht sich breit und endlich schläft das Baby, aber Ruhe kehrt dennoch nicht ein. Sobald das Kind aus dem Blickfeld verschwunden ist, haben Eltern ein komisches Gefühl. Dabei kann man das Baby mit verschiedenen Methoden überwachen.

Ist eine Überwachung von Babys notwendig?

Wenn der Nachwuchs in einem eigenen Zimmer schläft oder bereits im Bett im Elternschlafzimmer liegt, aber die Eltern noch ein wenig wach bleiben möchten, ist eine Überwachung durchaus sinnvoll. Befindet man sich gerade in einem Bereich von Wohnung oder Haus, wo das Baby nicht gehört wird, sobald es aufwacht, kann die Überwachung die Aufmerksamkeit der Eltern auf das Kind richten. Eine schnelle Reaktion ist für Baby und Eltern gleichermaßen wichtig.

Kinder haben das Urvertrauen in ihre Eltern. Sie gehen davon aus, dass diese kommen, wenn sie weinen. Das ist ein wichtiger Punkt, der das Überleben des Kindes sichert. Früher wurden Babys gar nicht aus den Augen gelassen, damit sie nicht durch ein wildes Tier angefallen werden. Das ist heute zwar nicht mehr der Fall, denn haben Babys noch immer diesen Urinstinkt, in der Nähe der Eltern sein zu wollen. Ein Kind weinen zu lassen ist daher ganz besonders kontraproduktiv in Bezug auf die Bindung zwischen Eltern und Kind. Allein aus diesem Grund sind Überwachungssysteme unbedingt zu empfehlen, damit Eltern schnell reagieren können, wenn das Kind weint.

Einer der beliebtesten Klassiker, um das Baby immer im Blick zu haben, ist das Babyphone. Nach wie vor werden die zuverlässigen Geräte hergestellt und in verschiedenen Ausführungen angeboten. (#01)

Einer der beliebtesten Klassiker, um das Baby immer im Blick zu haben, ist das Babyphone. Nach wie vor werden die zuverlässigen Geräte hergestellt und in verschiedenen Ausführungen angeboten. (#01)

Das Babyphone als Klassiker bei der Überwachung

Einer der beliebtesten Klassiker, um das Baby immer im Blick zu haben, ist das Babyphone. Nach wie vor werden die zuverlässigen Geräte hergestellt und in verschiedenen Ausführungen angeboten. Bei der Suche nach dem richtigen Babyphone ist es hilfreich, sich vorher darüber Gedanken zu machen, was es für ein Gerät sein soll. Es gibt die klassischen Ausführungen, die nur eine Übertragung der Geräusche bieten.

Es gibt inzwischen aber auch Modelle mit Kamera oder mit Sensormatten. Über die Kamera kann man sehen, was das Kind im Kinderzimmer macht und muss nicht direkt hin, wenn die Geräusche nur zeigen, dass es gerade spielt oder ein Buch ansieht. Die Sensormatten sind so konzipiert, dass sie einen Alarm geben, wenn die Atmung des Babys aussetzt. Sie sollten nur direkt in einem Babybett eingesetzt werden. Schläft das Baby mit im Elternbett, ist ein Fehlalarm sehr wahrscheinlich. Oft wird als einziger Kritikpunkt bei einem Babyphone die Reichweite angegeben, die auf eine bestimmte Meterzahl beschränkt ist. Bei der Auswahl des passenden Modells sollte daher unbedingt auf die Reichweite geachtet werden.

 

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Baby über die Webcam im Blick zu behalten. Dabei wird die Kamera in einem Abstand zum Kind im Zimmer aufgestellt und über WLAN erfolgt eine Verbindung zum Web. (#02)

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Baby über die Webcam im Blick zu behalten. Dabei wird die Kamera in einem Abstand zum Kind im Zimmer aufgestellt und über WLAN erfolgt eine Verbindung zum Web. (#02)

Die Baby Überwachung per Webcam

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Baby über die Webcam im Blick zu behalten. Dabei wird die Kamera in einem Abstand zum Kind im Zimmer aufgestellt und über WLAN erfolgt eine Verbindung zum Web. Die Eltern müssen auf dem Smartphone eine App haben, mit der sie dann zu der Kamera eine Verbindung aufbauen können. Wenn es Geräusche im Kinderzimmer gibt, dann werden diese an die App übertragen und die Eltern informiert. Bei Bedarf kann nicht nur Ton, sondern auch Video genutzt werden. Allerdings kann es hier häufiger zu Problemen mit der Verbindung kommen. Das hängt zum Einen damit zusammen, dass die Verbindung stabil sein muss. Zum Anderen ist es aber auch häufiger der Fall, dass durch Hacker-Angriffe die Funktionen beeinträchtigt werden.

Es gibt auch spezielle Smartphone-Apps, die in Anspruch genommen werden können. Dafür braucht es aber zwei Mobiltelefone. Eltern legen das eine Telefon mit der App in die Nähe des Kindes. Wenn es zu Geräuschen kommt, werden diese an das zweite Telefon mit der App weitergeleitet. Es ist teilweise auch möglich, dass die App eine Nummer anwählt. Aber auch hier kommt es öfter zu Unterbrechungen der Verbindung und das ohne, dass die Eltern darüber informiert werden. Die Sicherheit, Bewegungen und Geräusche des Kindes schnell zu bemerken, ist damit nicht gegeben.

Video:Unsere Erfahrungen mit: Babyphones | Gynoii, Avent, Audioline

Das Festnetztelefon mit der Babyphone-Funktion

Von dieser Variante haben viele Eltern noch gar nicht gehört, dabei kann sie eine sehr gute Alternative darstellen. Wenn das Festnetz-Telefon über eine Babyphone-Funktion verfügt, dann wird es einfach in das Kinderzimmer gestellt. Weint das Baby, wählt das Telefon eine vorher festgelegte Nummer und informiert die Eltern. Über das eigene Telefon können Eltern dann auf die Geräusche hören und entscheiden, ob sie hingehen oder nicht. Diese Variante ist besonders bei einer großen Reichweite sehr beliebt.

Ein Beispiel dafür wäre der Garten. Liegt das Baby oben im Kinderzimmer und die Eltern machen es sich im Garten auf der Terrasse bequem, dann kann es sein, dass die Reichweite von einem klassischen Babyphone nicht ausreicht. In diesem Fall ist es eine gute Lösung, sich für das Festnetztelefon als Hilfe bei der Überwachung zu entscheiden. Wer jedoch solch ein Telefon nicht hat, der muss es erst kaufen. Die Investition ist jedoch durchaus empfehlenswert und auch ein Babyphone würde in der Anschaffung erst einmal Geld kosten.

Video:Unsere Babyüberwachung – Babyphone und WLAN HD Kamera

Die Strahlenbelastung durch Überwachungsgeräte

Ein wichtiger Punkt, der den Eltern oft Angst macht, ist die Strahlenbelastung, die durch technische Geräte anfallen kann. Das ist natürlich ein Nachteil, über den man sich bewusst werden sollte. Allerdings hat sich in den letzten Jahren schon viel getan. Wer gerne die Sicherheit erhöhen möchte, dass es nicht zu einer zusätzlichen Strahlenbelastung kommt, der sollte auf ein Modell zurückgreifen, das mit Batterie betrieben wird. In diesem Fall reagiert der Sender nur auf die Geräusche und die Belastung durch die Strahlen ist besonders gering. Das gilt auch für Modelle, die über eine einstellbare Ansprechschwelle haben. Mit dieser können Eltern festlegen, welche Geräuschstärke erreicht werden soll, bis das Gerät an den Empfänger die Bewegungen weitergibt. Zudem ist es wichtig, dass die Geräte immer mit einer Entfernung von wenigstens einem Meter zum Baby aufgestellt werden.

Inzwischen gibt es die sogenannten Eco-Geräte, die ausschließlich dann auch wirklich Felder versenden, wenn sie dabei sind, anderen Geräten Informationen zu schicken. Das ist die beste Möglichkeit, die ein Gerät bieten kann. Wer also auf der Suche nach einem Babyphone ist, der kann auf diese Hinweise achten.

 

Eine weitere Möglichkeit und auch Empfehlung von Hebammen ist es, mit dem Baby die ersten Monate in einem Raum zu schlafen. (#03)

Eine weitere Möglichkeit und auch Empfehlung von Hebammen ist es, mit dem Baby die ersten Monate in einem Raum zu schlafen. (#03)

Alternative – Tür auf oder bei Mama und Papa

Ob ein Babyphone oder eine andere Überwachung überhaupt notwendig ist, ist immer abhängig von den räumlichen Begebenheiten. Grundsätzlich ist es aber natürlich am besten, auf eine Überwachung zu verzichten. Wenn die Wohnung nicht so groß ist oder die Zimmer direkt beieinander liegen, dann können einfach die Türen offen bleiben. Eltern haben einen leichten Schlaf und reagieren schnell, wenn ihr Baby weint.

Eine weitere Möglichkeit und auch Empfehlung von Hebammen ist es, mit dem Baby die ersten Monate in einem Raum zu schlafen. Empfohlen wird dies für das erste Lebensjahr mindestens. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Eltern hören, wenn ihr Kind wach wird. Es ist gleichzeitig auch für den Nachwuchs eine sehr schöne Sache, denn selbst wenn er schläft, hört und registriert er die Bewegungen der Eltern und fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Ob das Baby direkt mit im Elternbett schläft und das Familienbett praktiziert wird oder ob sich Eltern für ein Beistellbett entscheiden, ist etwas, das jeder für sich selbst wissen muss.

Wichtig ist es, dass Eltern und Kind sich wohlfühlen und alle einen ruhigen Schlaf genießen können. Das funktioniert auch manchmal nur dann, wenn jeder in seinem eigenen Bett schläft und seinen eigenen Ruhebereich hat. Es ist alles eine Frage des Ausprobierens.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Andrey_Popov -#01: Antonsov85 -#02: Andrey_Popov  -#03:michaeljung

Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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