Plötzlicher Kindstod (2)

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Mit kleinem Aufwand – grosse Wirkung erzielen.

Plötzlicher Säuglingstod: wie kannman ihn vermeiden?

Mit am wichtigsten bei der Bekämpfung des Plötzlichen Säuglingstodes ist die richtige Schlafumgebung.

Auf folgende Punkte ist hierbei unbedingt zu achten:

Die Rückenlage ist die sicherste Schlafposition. Man sollte das Kind deshalb zum Schlafen grundsätzlich auf den Rücken legen. Nur wenn es wach ist und sich bereits selbstständig auf den Bauch drehen kann, sollte man es in dieser Position belassen. Dann ist es sogar zu empfehlen, da hierbei die Muskulatur gestärkt und die Motorik trainiert wird.

Im ersten Lebensjahr sollte das Kinderbett unbedingt im Zimmer der Eltern stehen. Das Kind möchte aber immer in seinem eigenen Bettchen schlafen – vielleicht mit einem kleinen Schmusetuch oder Kuscheltier. Nur zum Schmusen und Kuscheln sollte es ins Elternett. In den verschiedenen Studien wird das Schlafen im Elternbett (bed-sharing genannt) als hoher Risikofaktor eingestuft. Es erhöht unter Umständen das Risiko des plötzlichen Säuglingstodes um das 17,6-fache.

Auf Decke und Kopfkissen sollte man verzichten. Zum Schlafen sollte man nur einen passenden Schlafsack benutzen! Allerdings sollte man den Schlafsack nie zu groß kaufen. Über die Öffnungen an Hals und Armen würde zu viel Wärme entweichen und der Liebling könnte eventuell auskühlen. Zudem bestünde die Gefahr, dass er in den Schlafsack rutschen könnte. Dies sollte in jedem Fall verhindert werden, da es zu einer Rückatmung kommt und zum Ersticken führen könnte. Die richtige Größe ist mit der Faustregel „Körpergröße minus Kopfumfang zuzüglich 10 cm zum Wachsen“ zu ermitteln. Eines sollte man bei allen Schlaf-Textilien beachten: Bitte keinen Weichspüler benutzen.

Baby möchte weder schwitzen noch frieren. Die biologische Temperaturregelung funktioniert im wesentlichen über Kopf- und Gesichtshaut. Deshalb sollte man bei normalen Temperaturen auf Mützchen und Handschuhe verzichten. Die richtige Temperatur stellt man Besten fest, indem man das Baby vorsichtig am Nacken oder zwischen den Schulterblättern berührt. Die Haut sollte sich dort warm anfühlen, jedoch nicht schwitzig.

Frische Luft schadet jedem Kind nicht. Regelmäßiges Stoßlüften sichert die nötige Frischluft. Achtet man darauf, dass dabei keine Zugluft entsteht, ist dies o.K. Die ideale Raumtemperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 16°C und 18°C. Im Bettchen sollte eine feste Unterlage sein. Babys  möchten sich im Schlaf auch mal abstützen und brauchen daher einen sicheren Halt. Beim Kauf sollte man auf eine feste Matratze achten. Über die Matratze sollte nur noch eine feuchtigkeitsaufsaugende Unterlage und ein Betttuch gelegt werden. Auf jegliche Fellunterlagen oder ähnliches sollte verzichtet werden.  Solche Unterlagen führen in aller Regel zu einem Wärmestau.

Eine Spieluhr oder ein Mobile mit einer schönen Melodie kann den Liebling sanft in den Schlaf begleiten. Jedoch sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass eine Befestigung am Bett möglich ist und sich keine Kleinteile lösen können. Auch gegen ein Kuscheltier oder ein Schmusetuch ist nichts einzuwenden. Es sollte aber nicht zu groß und babygerecht sein.

Das ideale Kinderbett darf  keine überstehenden Kanten haben. Der Abstand der Gitterstäbe sollte zwischen 4,5 cm und maximal 7,5 cm liegen. Gitterstäbe sind wegen der besseren Lüftung immer zu bevorzugen. Der Lattenrost sollte bei Babys mindestens 30 cm unter der Oberkante des Bettchens sein.

Einen Himmel beeinträchtigt die Atemluftzirkulation, deshalb sollte man eigentlich darauf verzichten.

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