Einladungen zum Kindergeburtstag: Wen, wie viele und immer mit Gegeneinladung?

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Bei den ersten Kindergeburtstagen kommen meist noch die Eltern der kleinen Gäste mit. Später dann nicht mehr, was viele Eltern erleichtert. Aber wie viele Kinder werden überhaupt eingeladen?

Einladungen zum Kindergeburtstag: Wie viele Kinder werden eingeladen?

Der Geburtstag des Kindes steht an und schon liegt die Frage in der Luft: Wer darf kommen und wie viele Kinder dürfen eingeladen werden? Bei den ganz Kleinen übernehmen diese Entscheidung in der Regel noch die Eltern. Diese wissen dank der Gespräche mit der Erzieherin in der Kita, mit wem das Kind gern spielt und wer besser nicht unter den Gästen sein soll.

Wird das Geburtstagskind selbst gefragt, ändert sich die Angabe zu der gewünschten Anzahl der Gäste meist mehrmals täglich. Wichtig ist aber immer, dass das Kind selbst entscheiden sollte, wen es zu seinem Geburtstag gern sehen will. Die Eltern sollten nicht bestimmen, wer der beste Spielfreund sein muss!

Einladungen schreiben: Wie viele werden es sein?

Viele Eltern folgen noch der Regel, dass das Kind immer entsprechend des Geburtstags Kinder einladen darf. Das heißt, dass das Kind den sechsten Geburtstag feiert und folglich auch sechs Kinder einlädt. Diese Regelung stößt aber spätestens dann an ihre Grenzen, wenn das Kind vielleicht in einem Sportverein aktiv ist.

Was ist mit den übrigen Vereinskindern, mit denen das Kleine gern Kontakt hat und die es einladen will? Dieser Tipp zur Anzahl der Gäste ist daher nur bedingt umsetzbar. Allerdings sollten Eltern möglichst frühzeitig über die Einladungen zum Kindergeburtstag sprechen, damit sich das Kind darauf einstellen kann, wie viele Gäste es einladen darf. Zusammen lässt sich auch eine Liste mit den infrage kommenden Namen erstellen.

Diese Liste wird immer wieder überarbeitet, bis zum Zeitpunkt x die Namen derer feststehen, die eine Einladung erhalten sollen. Vielleicht braucht das Kind hierbei noch Anregungen, denn oft wird es aus einer Laune heraus Namen nennen. Das sind meist die Kinder, mit denen es gerade an diesem Tag gespielt hat, die aber langfristig nicht die besten Freunde sind.

Dennoch: Entscheiden sollten die Kinder und auch weniger gut befreundete Kleine werden nach dem Geburtstag zumindest ein gemeinsames Thema haben, auf dem sich aufbauen lässt. Das ist vor allem für schüchterne Kinder wichtig, die noch einen sehr kleinen Freundeskreis haben. Und wenn das Kind nur eine Handvoll ausgewählter Freunde einladen will? Dann sollten Eltern das akzeptieren!

Bevor die Einladungen geschrieben werden, sollte man sich ein paar Gedanken dazu machen. ( Foto: Shutterstock- Pressmaster )

Bevor die Einladungen geschrieben werden, sollte man sich ein paar Gedanken dazu machen. ( Foto: Shutterstock- Pressmaster )

Eltern mit einladen oder nicht?

Das gemeinsame Elternsein verbindet und die Erwachsenen werden zumindest immer ein Thema haben, über das sie bei der Geburtstagsparty sprechen können. Dennoch wollen weder die Kleinen noch die Großen, dass immer die Eltern mitkommen, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Die Kleinen fühlen sich schnell unter Beobachtung und wollen doch eigentlich feiern, ohne dass Mama und Papa dabei sind und alles sehen. Die Gastgeber hingegen fühlen sich genötigt, neben der Bespaßung der Kleinen auch noch die Verköstigung und Unterhaltung der Erwachsenen zu übernehmen. Und das kann durchaus anspruchsvoll sein, wenn jemand zwar Kaffee x, aber nur Getränk y haben möchte. Ein anderer mag nur Kuchen ohne Sahne, der Nächste hingegen isst immer glutenfrei.

Der beste Tipp ist daher, die Eltern nur bis zu einem gewissen Alter der Kinder einzuladen. Wer eine Party zum zweiten Geburtstag anbieten möchte, wird sicherlich noch auf die zugehörigen Eltern setzen. Siebenjährige Kinder hingegen genießen die Party lieber ohne ihre Eltern.

Niemand soll eingeladen werden?

Kleine Kinder wissen oft nicht, wer alles Einladungen zum Kindergeburtstag bekommen soll, weil so viele andere Spielkameraden infrage kommen. Größere Kinder hingegen haben ein anderes Problem: Sie haben vielleicht einen oder zwei gute Kumpels oder Freundinnen, möglicherweise aktuell auch niemanden, der zum Kindergeburtstag kommen würde.

Eltern sollten ihr Kind nicht drängen und ihm keine Einladungen „aufreden“. Wenn niemand eingeladen werden soll, dann wird eben mit der Familie etwas unternommen! Ein Besuch im Freizeitpark, schön essen gehen oder ein Ausflug zu einer Sportveranstaltung, die das Kind schon lange sehen wollte, ist ebenso gut und bleibt in Erinnerung. Vielleicht findet sich noch ein Kind, das zum Geburtstag kommen möchte – wenn nicht, sollte dies kein Problem sein.

Immerhin ist es die Entscheidung des Kindes, die gegen zahlreiche Einladungen zum Kindergeburtstag getroffen wurde. Die Anzahl der eingeladenen Kinder ist nicht entscheidend dafür, wie schön das Kind den Tag empfindet!

Weitere Tipps rund um Einladungen zum Kindergeburtstag

Mit den Vorbereitungen zum Kindergeburtstag ist oft die ganze Familie beschäftigt, vor allem, wenn es um die Einladungen selbst geht. Sollen diese selbst gestaltet werden oder reicht es nicht auch, wenn vorgedruckte Exemplare verwendet werden? Und muss eigentlich immer jemand eingeladen werden, bei dem das Kind selbst als Gast geladen war?

Nicht nur die Einladungen müssen geschrieben werden. Auch schöne Spiele müssen geplant werden. ( Foto: Shutterstock-_Oksana Shufrych )

Nicht nur die Einladungen müssen geschrieben werden. Auch schöne Spiele müssen geplant werden. ( Foto: Shutterstock-_Oksana Shufrych )

Die Sache mit den Wieder-Einladungen

Häufig fühlen sich die Eltern genötigt, ein Kind einzuladen, zu dem das eigene Kind als Geburtstagsgast geladen war. Doch wie gesagt: Die Eltern fühlen sich genötigt, das Kind nicht! Dabei sollte bedacht werden, dass ein Kindergeburtstag keine gesellschaftliche Verpflichtung darstellt, die immer mit Gegeneinladungen einhergehen muss.

Das Kind sollte entscheiden, wen es einlädt und wen nicht. Und wenn es zwar bei Frieda zum Kindergeburtstag war, Frieda aber mittlerweile nicht mehr mag, sollte es doch eben Luise einladen können und Frieda außen vor lassen. Schlimmstenfalls wird das Kind eben nicht mehr zu Frieda eingeladen, mit dieser Konsequenz wird es aber leben können.

Die Spiele müssen sich in erste Linie nach dem Alter der Kinder richten. ( Foto: Shutterstock- 2xSamara.com )

Die Spiele müssen sich in erste Linie nach dem Alter der Kinder richten. ( Foto: Shutterstock- 2xSamara.com )

Einladungen selbst schreiben oder Vordrucke nutzen?

Im Internet finden sich zahlreiche Beispiele für Einladungskarten für Kinder. Diese können als Vordrucke verwendet und individualisiert werden. Dies ist sicherlich etwas teurer, aber vielleicht für manche Kindergeburtstage angemessen. So kann der erste runde Geburtstag doch ruhig auch wie ein solcher gefeiert werden!

Ansonsten haben alle Varianten Vor- und Nachteile:

  • Individualisierbare Einladungen

    Vorteile: Diese Karten sind sehr persönlich und können oft sogar mit dem Bild des Kindes versehen werden. Sie sind keine reinen Einladungskarten, sondern haben einen gewissen Schmuck- und Erinnerungswert. Sie sind vor allem für Einladungen innerhalb der Familie oder zu großen Anlässen geeignet, wenn es tatsächlich darum geht, diese Einladung auch als Erinnerung aufzuheben.
    Nachteile: Individualisierte Einladungen zum Kindergeburtstag sind teurer und benötigen eine gewisse Vorlaufzeit für den Druck und Versand.

  • Selbst gestaltete Einladungskarten

    Vorteile: Sie sind günstiger als individualisierte Einladungen. Sie können noch kurzfristig gestaltet werden, und wenn sie auf dem PC gespeichert sind, ist ein Nachdruck kein Problem.
    Nachteile: Diese Karten wirken in der Regel weniger professionell.

  • Im Shop erhältliche Einladungskarten

    Vorteile: Diese Karten sind sogar in den Supermärkten erhältlich und nicht teuer. Sie können dank des Lückentextes mit den persönlichen Daten ausgefüllt werden und sind damit einfach in der Anpassung.
    Nachteile: Diese Karten sind nicht individuell und werden häufig von vielen Kindern genutzt. Somit kann es vorkommen, dass ein Kind Einladungskarten mit gleichem Motiv von verschiedenen Kindern zugesandt bekommt.

Kleine Kinder wissen oft nicht, wer alles Einladungen zum Kindergeburtstag bekommen soll, weil so viele andere Spielkameraden infrage kommen. ( Foto: Shutterstock-Natalia Kirichenko )

Kleine Kinder wissen oft nicht, wer alles Einladungen zum Kindergeburtstag bekommen soll, weil so viele andere Spielkameraden infrage kommen. ( Foto: Shutterstock-Natalia Kirichenko )

Interessant: Viele Geburtstagskinder legen nur bis zu einem gewissen Alter Wert auf Einladungskarten. Diese Vorliebe kommt dann erst wieder später, wenn ein Jugendlicher eine ganz besondere Party feiern möchte oder wenn der 18. Geburtstag ansteht. Auch Erwachsene verschicken häufig Einladungskarten, wenn sie beispielsweise einen runden Geburtstag feiern oder die Familie und Freunde aus vielen verschiedenen Regionen einladen wollen.

Kinder im Schulalter hingegen geben ihren Freunden häufig nur mündlich die Einladung weiter und stellen ihre Eltern daheim vor vollendete Tatsachen: „Übrigens, Lena, Ludwig und Zoe kommen zu meinem Geburtstag!“ In dem Fall bedarf es keiner Einladungskarten mehr, es gilt nur noch, die Randdaten zur Feier abzuklären. Allerdings sind hier auch keine Gespräche mehr mit den jeweiligen Eltern nötig, lediglich die An- und Abfahrt muss in der Regel noch geklärt werden.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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