Die Babyklappe

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Immer wieder hört man in den Nachrichten von ausgesetzten oder sogar getöteten Neugeborenen. Bei solchen Nachrichten ist sicherlich jeder Mensch betroffen und fragt nach dem „Warum?“. Für so manche Mutter ist es jedoch der letzte Ausweg gewesen, da das Baby ungewollt ist. Auch Mütter mit einer psychischen Erkrankung oder einer Depression können in die Gefahr geraten, ihrem neugeborenen Baby etwas anzutun oder es einfach auszusetzen.

©Karin / PIXELIO

Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, richten immer mehr gemeinnützige Stellen, wie zum Beispiel Kirchen und Gemeindehäuser, sowie Krankenhäuser und Kliniken die so genannte Babyklappe ein. Hier kann die in Not geratene Mutter ihr Baby anonym abgeben. Dabei ist jedoch gewährleistet, dass das Kind ausreichend versorgt wird.

Die Babyklappe wird von Kritikern jedoch auch heikel betrachtet. Sie meinen, dass durch die Einrichtung einer Babyklappe das Töten oder das Aussetzen von Babys nicht verhindert werden kann. Denn Mütter, die ihren Neugeborenen diese Dinge antun, tun dies in der Regel aus Panik, weil sie sich in einer ausweglosen Situation befinden. Von ihnen kann kein rationales Denken verlangt werden.

Außerdem werden Babyklappen kritisch betrachtet, da Kindern, die hier abgegeben werden, niemals das Wissen um die eigene Herkunft erlangen können. Die Mütter haben durch die Babyklappe die Möglichkeit, ihr Kind anonym zur Adoption freizugeben. Das Kind hat also niemals die Möglichkeit zu erfahren, wo seine eigentlichen Wurzeln liegen.

Juristisch ist die Abgabe des Neugeborenen in einer Babyklappe mit einer Überlassung des Kindes an Dritte gleichzusetzen. Die Mutter entzieht sich der Verpflichtung für das Baby zu sorgen. Dies könnte ebenfalls als Straftat verstanden werden.

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