Thema Fettsucht: … und seine Auswirkungen

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Das Thema Fettsucht ist gerade im Bereich der Industrienationen ein Thema, das immer mehr in den Fokus rückt. Es betrifft Menschen jeder Altersklasse und kann vor allem Folgeerkrankungen nach sich ziehen, die zu chronischen Erkrankungen werden können.

Thema Fettsucht – die Definition

Mit dem Thema Fettsucht wird gerne einfach ein erhöhtes Gewicht beschrieben. Hier steckt aber noch mehr dahinter, denn Fettsucht ist eine anerkannte Erkrankung, die bis zu 70% der Menschen betrifft. Diese Prozentangabe bezieht sich auf die unterschiedlichen Altersgruppen. So gibt es in den jüngeren Altersgruppen einen Durchschnitt von 30% der Betroffenen. Ältere Menschen leiden tendenziell häufiger unter Fettsucht. Die Fettsucht entsteht vor allem durch ein falsches Essverhalten sowie zu wenig Bewegung.

Ein Arzt diagnostiziert Fettsucht dann, wenn das Fettgewebe des Körpers einen bestimmten Wert erreicht hat. Hier gibt es unterschiedliche Wertangaben bei Männern und Frauen. Bei Männer darf das Fettgewebe nicht mehr als 20% ausmachen, bei Frauen nicht mehr als 30%. Das Thema Fettsucht ist deshalb so schwer, da es sich hierbei um eine Erkrankung handelt, die zu schweren Folgeerkrankungen führen kann. Gerade im Bereich von Kreislauf und Herz können Folgeerkrankungen schwerwiegend sein.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 - Frauen.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 – Frauen.

 

Die Diagnose der Fettsucht

Viele Menschen stellen sich die Frage, ob überhaupt eine Diagnose für Fettsucht gestellt werden kann. Das ist durchaus möglich. Der Arzt braucht jedoch mehrere Faktoren um feststellen zu können, ob eine Fettsucht vorliegt. Erst einmal gibt der Patient an, wie groß er ist und wie hoch sein Gewicht ist. Meist wird direkt vor Ort gewogen. Anschließend wird die Berechnung des BMI-Wertes durchgeführt. Dazu kommt der Taillenumfang, der ebenfalls einen Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben kann. Der nächste Schritt sind Untersuchungen des Blutes. Hier wird der Fokus vor allem auf den Hormonhaushalt gelegt. Es gibt Menschen, bei denen ein Ungleichgewicht der Hormone dafür sorgt, dass sie stark zunehmen. Ist dies der Fall, dann muss hier mit Medikamenten gearbeitet werden. Es handelt sich nicht um eine Fettsucht.

Kann eine Störung des Hormonhaushaltes ausgeschlossen werden, dann ist von einer Fettsucht auszugehen. In diesem Fall wird der Arzt ein Gespräch mit dem Patienten führen und sich über seinen Tagesablauf sowie die Essgewohnheiten informieren. Dazu kommen notwendige Informationen über die Aktivität, die der Patient täglich hat.

Die Behandlung der Fettsucht

Wenn das Thema Fettsucht erst einmal auch vom Arzt angesprochen wurde, dann wird es Zeit, eine Therapie in Anspruch zu nehmen. Die grundlegende Therapie basiert auf einer Veränderung der Essgewohnheiten, Sport sowie auch einer möglichen Gesprächstherapie, wenn der Arzt hier eine Notwendigkeit sieht. Die Essgewohnheiten sind so anzupassen, dass der Patient pro Tag nicht weniger als 800 und nicht mehr als 1.600 Kalorien zu sich nimmt. Zudem ist hier beim Thema Fettsucht nicht von einer Diät die Rede sondern von einer dauerhaften Veränderung der Essgewohnheiten. Die veränderten Gewohnheiten müssen zudem mit mehr Bewegung einhergehen.

Auch Medikamente können eingesetzt werden beim Thema Fettsucht. Allerdings wird nur selten auf Medikamente zurückgegriffen, denn die sogenannten Appetitzügler können auch sehr schnell abhängig machen.

Das deutet auf eine Fettsucht hin

Ob eine Fettsucht besteht, kann meist schon anhand verschiedener Symptome herausgefunden werden. Natürlich steht hier das erhöhte Gewicht im Vordergrund, welches mit einem hohen BMI einhergeht. Durch das erhöhte Gewicht wird auch die Leistungsfähigkeit des Körpers deutlich gesenkt. Schon Treppensteigen kann zu Kurzatmigkeit führen. Müdigkeit und zu wenig Antrieb sind ebenfalls mögliche Symptome. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass mehrere Symptome zusammen auftreten, das ist aber kein Muss.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 - Männer.

Infografik: Informationen zur Fettsucht. Zunahme des Bodymass-Index (BMI) zwischen 1980 und 2008 – Männer.

 

Diese Folgeerkrankungen können auftreten

Bleibt eine Fettsucht lange unbehandelt, dann kann dies zu Folgeerkrankungen führen. Teilweise werden diese Erkrankungen sogar chronisch. Folgeerkrankungen, die auftreten können, sind:

  • Schlafstörungen die zu unbemerkten Atempausen in der Nacht führen, so dass die Sauerstoffsättigung sinkt.
  • Erhöhungen des Blutzuckerspiegels und damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Diabetes.
  • Erhöhter Blutdruck
  • Nachhaltige Schäden der Gelenke, die bis zu einer Arthrose führen können

Bei der Untersuchung zum Thema Fettsucht wird der Arzt auch direkt schauen, ob bereits Folgeerkrankungen bestehen. In diesem Fall müssen diese ebenfalls mit behandelt werden. Teilweise ist es möglich, sie in die Therapie mit zu integrieren. Gerade dann, wenn die Erkrankungen bereits chronisch sind, muss der Arzt schnell reagieren. In einem persönlichen Gespräch mit dem Patienten werden dann auch Folgeuntersuchungen veranlasst, die sich auf die durch die Fettsucht hervorgerufenen Erkrankungen konzentrieren und Aufschluss über die Erkrankung selbst geben.


Bildnachweis: © Fotolia- Titelbild:  esolla

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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