Erster Spaziergang mit dem Baby: so bereitest Du dich und den Zwerg perfekt vor

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Ein erster Spaziergang mit Baby steht an? Viele junge Eltern sind jetzt aufgeregt und wollen nichts falsch machen. Hebammen raten: Bitte so schnell wie möglich mit dem Kind an die frische Luft! Nur sehr wenig ist dabei zu beachten.

Erster Spaziergang mit Baby: Wie wird er perfekt?

Nach drei Tagen kommen Mama und Neugeborenes aus der Klinik – oder noch am Tag der Geburt, wenn diese im Geburtshaus stattgefunden hat und komplikationsfrei verlief. Jetzt ist erst einmal Ausruhen angesagt! Doch schon kreisen die Gedanken um die kommende Zeit und um die ersten Ausflüge. Was ist für den ersten Spaziergang mit dem Zwerg wichtig?

Welche Ausrüstung brauchen wir?

Ein erster Spaziergang erfordert nicht viel. Sicherlich haben die frischgebackenen Eltern bereits den ersten schicken Kinderwagen bei 4mybaby gefunden und gekauft. Doch auch wenn das noch nicht der Fall sein sollte: Es reicht auch ein Tragetuch!

Hebammen zeigen schon im Zuge der Geburtsvorbereitung, wie ein Tragetuch für den sicheren Spaziergang mit Baby gebunden werden kann. Hier schläft der kleine Schatz sicher und geborgen, die meisten Kinder genießen dabei das angenehme Schaukeln an Mamas Bauch.

Wichtig:
Das Kleine sollte in den ersten Wochen liegend getragen werden. Wer bereits direkt zum Anfang eine Sitzhaltung bevorzugt, sollte sich unbedingt entsprechende Anleitungen anschauen bzw. sich von der Hebamme die richtige Bindetechnik zeigen lassen. Die Anhock-Spreiz-Stellung muss richtig ausgeführt werden, damit die kindlichen Hüften keinen Schaden nehmen. Außerdem muss das Köpfchen gut gestützt werden.

Hebammen zeigen schon im Zuge der Geburtsvorbereitung, wie ein Tragetuch für den sicheren Spaziergang mit Baby gebunden werden kann.  ( Foto: Shutterstock-Halfpoint  )

Hebammen zeigen schon im Zuge der Geburtsvorbereitung, wie ein Tragetuch für den sicheren Spaziergang mit Baby gebunden werden kann. ( Foto: Shutterstock-Halfpoint )

Was mache ich, wenn das Kleine schreit?

Zuerst einmal: Es ist völlig normal, wenn ein Kleinkind schreit! Das kann es sogar mehrere Stunden am Tag, ohne dass eine Krankheit dahintersteckt. Auf keinen Fall dürfen Eltern die Nerven verlieren und versuchen, das Kind durch Schütteln zur Ruhe zu bringen.

Immer wieder landen Babys dadurch in der Notaufnahme, denn Schütteln führt zu schwersten Verletzungen bis hin zum Tod. Viel besser ist es, das Kleine in den Kinderwagen oder in das Tragetuch zu packen und einen Spaziergang zu machen.

Das angenehme Wackeln beruhigt das Kind. Auch Schreikinder, die täglich mindestens drei Stunden scheinbar ohne Grund schreien, profitieren davon. Außerdem sind sich Entwicklungsphysiologen einig: Tragen fördert die geistige Entwicklung der Kleinen. Daher: Bitte Babys auf keinen Fall schütteln, sondern lieber nach draußen gehen.

Warum ist frische Luft gesund?

Abgesehen von dem Plus an Sauerstoff, den das Baby draußen aufnimmt, ist auch das Licht gut. Denn Babys müssen nach der Geburt das Bilirubin abbauen, was für eine Gelbfärbung der Haut sorgt. Bis zu einem gewissen Maß ist das normal und nicht behandlungsbedürftig.

Die Hebamme wird im Rahmen der Wochenbettkontrolle nach dieser Gelbfärbung schauen. Wird sie zu stark, muss das Kind unter die UV-Lampe, was meist im Krankenhaus gemacht wird. Sonnenlicht übernimmt die Funktion der UV-Lampe auf natürliche Weise und hilft der Leber dabei, das eingelagerte Bilirubin abzubauen. Kinder, die bereits am Tag nach der Geburt an der Luft waren, zeigen eine deutlich geringere Gelbfärbung.

Hierfür reichen übrigens schon fünf Minuten Sonnenlicht auf den kleinen Handrücken! Spielt das Wetter nicht mit und das Kleine kann nicht nach draußen, sollte Stubenwagen oder Wiege wenigstens am Fenster stehen, sodass der kleine Körper so viel Licht wie möglich tanken kann. Also: Ein erster Spaziergang ist für den Zwerg höchst wichtig.

Video: Spazieren mit Baby: Das erste Mal rausgehen | Baby | Eltern ABC | ELTERN | Elternratgeber

Erster Spaziergang im Winter

Darf das Kleine überhaupt raus?

Draußen ist es kalt und nass. Und da soll das Baby raus? Die Antwort ist ein klares „Ja“, denn wie auch bei größeren Kindern wird das Immunsystem mit jedem Gang an die frische Luft angeregt.

Licht und frische Luft sind auch im Winter wichtig. Ein Baby, das in der kalten und dunklen Jahreszeit geboren wird, muss umso mehr nach draußen, damit es das bereits beschriebene Bilirubin abbauen kann und die Neugeborenen-Gelbsucht verhindert wird.

Wie kann ich das Baby im Winter schützen?

Ein erster Spaziergang mit dem Baby kann auch bei Minustemperaturen stattfinden. Sinkt die Temperatur unter 0 °C, sollte der Aufenthalt allerdings kürzer ausfallen. Dafür lieber öfter an die frische Luft gehen! Die empfindliche Gesichtshaut sollte mit einer Wind- und Wetterschutzcreme versorgt werden, denn das enthaltene Fett schützt vor der Kälte.

Die Hände gehören in Handschuhe oder unter die Wagendecke. Ist es sehr kalt, muss das Kleine in einen Schneeanzug gekleidet werden, notfalls wird noch eine Wärmflasche unter die Füße gelegt.

Bitte regelmäßig im Nacken des Kindes die Temperaturen kontrollieren? Hier fühlen Eltern am besten, ob es dem Kind zu warm wird. Schwitzen darf es keinesfalls, dann ist die Erkältungsgefahr zu groß.

Beim Tragen im Tragetuch ist unbedingt darauf zu achten, dass die Füßchen des Kindes nicht kalt werden. Neugeborene können im Liegen getragen werden und haben dann sogar noch unter Mamas Umstandsmantel Platz. Bitte hier dennoch für genügend Sauerstoff sorgen und den Mantel leicht geöffnet halten!

Bitte regelmäßig im Nacken des Kindes die Temperaturen kontrollieren? Hier fühlen Eltern am besten, ob es dem Kind zu warm wird. Schwitzen darf es keinesfalls, dann ist die Erkältungsgefahr zu groß.  ( Foto: Shutterstock- Olesia Bilkei_)

Bitte regelmäßig im Nacken des Kindes die Temperaturen kontrollieren? Hier fühlen Eltern am besten, ob es dem Kind zu warm wird. Schwitzen darf es keinesfalls, dann ist die Erkältungsgefahr zu groß. ( Foto: Shutterstock- Olesia Bilkei_)

Wohin kann ich im Winter gehen?

Ist es sehr glatt, sollten entsprechende Wege gewählt werden, auf denen das Laufen sicher möglich ist. Feld- und Waldwege fallen bei Schnee, Matsch und Eis meist aus. Eltern sollten dennoch Strecken wählen, bei denen das Baby fernab vom Straßenverkehr wirklich frische Luft genießen kann. Shoppingtouren mit Baby fallen raus, denn im Geschäft wird es dem winterlich gekleideten Kind viel zu warm.

Wann darf ich im Winter nicht mit dem Kind raus?

Ein erster Spaziergang sollte nicht bei Nebel stattfinden, denn die sehr feuchte Luft ist im Winter recht kalt und wird auf dem Weg bis in die Lunge des Babys nur unzureichend erwärmt. Auch bei einer Bronchitis gehört das Kleine nicht in die Winterluft, denn diese würde die erkrankten Bronchien nur zusätzlich belasten.

Ansonsten gilt: Das Kleine kann immer an die frische Luft! Sogar mit leichtem Fieber, gerade dann ist die kühle Luft oftmals wie Balsam für das angeschlagene Immunsystem. Allerdings sollten Eltern dann besonders darauf achten, dass das Kleine nicht überhitzt.

Erster Spaziergang im Sommer

Einfacher kann es kaum sein

Ein erster Spaziergang mit dem Baby im Sommer ist ganz einfach: Das Kind in den Wagen legen, mit einer dünnen Decke zudecken und die pralle Sonne meiden. Dann kann der Spaziergang schon losgehen!

Was ist im Sommer besser: Kinderwagen oder Tragetuch?

Es finden sich umfassende Ratgeber im Internet zu dem Thema, wie ein Baby am besten versorgt wird. Doch im Alltag mit einem Kleinkind erscheinen immer wieder Fragen, die kaum irgendwo geklärt werden. Die Frage, ob im Sommer Tragetuch oder Kinderwagen besser für einen Spaziergang geeignet ist, ist eine davon.

An sehr heißen Tagen ist generell der Kinderwagen die bessere Wahl, denn hier liegt das Kind frei und schwitzt nicht so stark. Wird es im Tuch getragen, kommt es dicht an Mamas oder Papas ohnehin sehr warmen Körper heran und wird zusätzlich gewärmt. Es schwitzt stärker und überhitzt auch leichter.

Schon ein erster Spaziergang in der Sonne kann zum Sonnenbrand führen. ( Foto: Shutterstock-_nata-lunata )

Schon ein erster Spaziergang in der Sonne kann zum Sonnenbrand führen. ( Foto: Shutterstock-_nata-lunata )

Wie kann das Baby vor der Sonne geschützt werden?

Schon ein erster Spaziergang in der Sonne kann zum Sonnenbrand führen. Ein Neugeborenes kann aber erst ab einem Alter von ca. sechs Monaten mit Sonnenmilch geschützt werden. Daher gilt: Kleinkinder gehören in den Schatten!

Eltern sollten vor 10:00 oder nach 16:00 Uhr nach draußen gehen, dann ist die UV-Belastung nicht mehr so groß. Für den Kinderwagen ist zudem der Sonnenschirm hilfreich, außerdem gehört ein Fliegennetz als Schutz vor Stechinsekten davor.

Außerdem: Es muss kein erster Spaziergang sein, der nach draußen führt. Auch das gemeinsame Liegen auf einer Krabbeldecke ist für alle gesund, erholsam und harmonisch!

Weitere Informationen und Hilfsangebote für junge Eltern, Treffpunkte von Familien und schöne Ausflugsziele nennen zudem Stadtverwaltungen sowie das Netzwerk „Gesunde Kinder“.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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