10 goldene Regeln der Erziehung. So harmonieren Eltern & Kind

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Die Erziehung oder auch die Beziehung zum Kind basiert auf dem Wunsch nach Harmonie. Damit diese jedoch auch eintreffen kann, ist es für beide Seiten hilfreich, einige Regeln zu haben. Diese sind nicht festgeschrieben und können auch angepasst werden. Sie sind jedoch ein guter Rahmen und eine ideale Grundlage.

Die 10 goldenen Regeln der Erziehung auf einen Blick

Kinder sind eine echte Herausforderung und geben den Eltern dennoch so viel zurück. Gerade im Alltag kann es allerdings passieren, dass im Rahmen von Beziehung und Erziehung der Nachwuchs zu kurz kommt. Das Ergebnis sind gefrustete Kinder und Eltern. Die Stimmung zu Hause ist angespannt und so richtig zufrieden ist niemand mit der Situation. Aber auch Eltern können lernen, mit ihren Kindern richtig umzugehen und so für Harmonie in der Familie zu sorgen.

Eltern können mithilfe der 10 goldenen Regeln der Erziehung lernen, mit ihren Kindern richtig umzugehen und so für Harmonie in der Familie zu sorgen. (#01)

Eltern können mithilfe der 10 goldenen Regeln der Erziehung lernen, mit ihren Kindern richtig umzugehen und so für Harmonie in der Familie zu sorgen. (#01)

Eine große Hilfe sind dabei 10 goldene Regeln der Erziehung:

  1. Das Bauchgefühl im Vordergrund
    Wenn das Baby geboren wird, dann erhalten Eltern durch die Natur automatisch auch ein Bauchgefühl. Sie spüren, wenn es dem Nachwuchs nicht gut geht und haben das Bedürfnis, dafür zu sorgen, dass sich dies schnell wieder ändert. Die Gesellschaft schafft es jedoch, Eltern dieses Bauchgefühl zu nehmen. Der Gedanke, ob man sein Kind verwöhnt, wenn man es am Abend ins Bett bringt, kommt unweigerlich auf. Die Sorge, dass das eigene Kind noch nicht läuft, während die anderen Kinder aus der Krabbelgruppe schon durch die Gegend rennen, ist vorhanden. Dabei brauchen sich Eltern nur auf ihr Bauchgefühl verlassen.
  2. Den Kindern Zeit geben
    In der heutigen Zeit muss alles schnell gehen. Eltern haben hohe Erwartungen an ihren Nachwuchs, da sie zahlreiche Bücher und Ratgeber lesen und hier Hinweise bekommen, was Kinder wann können sollten. Selbst Kinderärzte werden unruhig, wenn die Kinder nicht in der Norm liegen. Dabei gibt es immer wieder Kinder, die einfach etwas mehr Zeit benötigen. Natürlich sollen Eltern ihre Kinder fördern. Sie sollen aber auch das richtige Maß an Gelassenheit mitbringen, ihre Kinder sich in ihrem Tempo entwickeln zu lassen.
  3. Unterschiede anerkennen
    Jedes Kind ist anders. Das heißt, der Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes ist zwar vorhanden, aber nicht so hoch, wie Eltern sich dies oft wünschen würden. Sanfte Förderung, Verständnis und Geduld sind eine sehr gute Basis für die Beziehung zwischen Eltern und Kind.
  4. Zeit mit dem Kind verbringen
    Qualität vor Quantität – viele Eltern haben nicht die Möglichkeit, ihrem Kind die Zeit zu geben, die sie gerne nutzen würden. Allerdings ist gerade Zeit ein wichtiger Punkt bei der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Die 10 goldenen Regeln der Erziehung erhalten immer den Hinweis auf Zeit. Kleine Zeit-Inseln sind ein sehr guter Faktor. Das gemeinsame Frühstück, die abendliche Lesestunde, der Ausflug in den Zoo – diese gemeinsamen Erlebnisse sind wichtig für Eltern und Kind.
  5. Weniger Medienkonsum
    Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dennoch sollten Kinder sie nur bedingt konsumieren. Eine Folge kindgerechter Sendungen am Tag ist ausreichend. Schauen Kinder zu viel Fernsehen, kann sie dies in ihrer Entwicklung negativ beeinflussen. Aggressivität, Unruhe und Unaufmerksamkeit gehören mit dazu.
  6. Auf Strafen ohne Zusammenhang verzichten
    „Wenn du jetzt dein Zimmer nicht aufräumst, kannst du morgen nicht in den Zoo.“ Diese Aussagen sind einigen Eltern sicher schon über die Lippen gekommen. Dabei weiß man, wenn man genau drüber nachdenkt, dass diese Aussage keinen Sinn macht. 10 goldene Regeln der Erziehung enthalten daher auch den Hinweis, keine Strafen anzudrohen, die in keinem Zusammenhang stehen. Handlungen brauchen nachvollziehbare Konsequenzen, damit Kinder sie auch verstehen können. Dadurch wird die Beziehung zwischen Eltern und Kind erleichtert.
  7. Feste Abläufe und Rituale für den Alltag
    Kinder profitieren von einem gewissen Tagesablauf. Dieser muss nicht in starren Grenzen verlaufen. Dennoch haben Kinder Freude an Ritualen. Das Lied am Abend zum Zähneputzen, der Besuch am Sonntag bei Oma – Sicherheit wird durch Rituale gegeben. Das Kind verlässt sich auf diese Rituale und fühlt sich angekommen in seiner Familie. Wenn der Alltag stressig ist, so geben diese Abläufe dem Kind Sicherheit. Es kann sich besser wieder fangen, wenn es unsicher ist.
  8. Bedürfnisorientierte Erziehung
    10 goldene Regeln der Erziehung enthalten häufig die Hinweise zu Konsequenz und Regeln. Tatsächlich hat sich aber gezeigt, dass Konsequenzen und Regeln nicht für jedes Kind der richtige Weg sind. Daher entscheiden sich immer mehr Eltern für eine bedürfnisorientierte Erziehung. Das heißt, sie gehen auf die Bedürfnisse ein und begegnen der Wut und dem Frust des Kindes mit Verständnis. Sie setzen nicht immer nur feste Regeln durch, sondern suchen gemeinsam mit dem Kind Lösungen. Dieser Ansatz ist sicher nicht für jede Familie passend. Es kann jedoch sinnvoll sein, sich nach Alternativen für das Regel-Konzept umzusehen. Hier müssen Familien einen eigenen Weg finden.
  9. Das Kind nicht verändern wollen
    In den ersten Jahren sind Eltern noch stolz auf alles, was Kinder machen und lernen. Sobald der Nachwuchs älter wird, beginnt jedoch der, oft unbewusste, Versuch, das Kind zu verändern. Dies suggeriert dem Kind, dass es nicht gut so ist, wie es ist. Auch wenn Eltern dies gar nicht erreichen wollen, so macht sich Unsicherheit bei dem Kind breit. Einfacher für die Familie ist es, wenn jeder so angenommen wird, wie er ist. Das heißt auch, Kompromisse zu finden und die Suche nach diesen Kompromissen kann die Familie stärken.
  10. Als Vorbild agieren
    Von der Natur aus ist es so eingerichtet, dass Kinder ihre Eltern imitieren. So lernen sie, im Leben durchzukommen. Auch in der heutigen Zeit ist dies noch der Fall. Kinder imitieren ihre Eltern, sie lernen von ihnen. Daher ist es wichtig, dass Eltern selbst als Vorbild aktiv sind. Das, was sie sich von ihren Kindern wünschen, sollten sie selbst ebenfalls leben. Der ständige Hinweis darauf, dass das Kind doch „danke“ sagen soll, kann sich gespart werden, wenn man dies einfach vorlebt. Dies bringt vielleicht einige Veränderungen des eigenen Charakters mit sich. So können jedoch auch Eltern überdenken, ob sie für ihr Kind immer ein Vorbild sind.
10 goldene Regeln der Erziehung: Von der Natur aus ist es so eingerichtet, dass Kinder ihre Eltern imitieren. (#02)

10 goldene Regeln der Erziehung: Von der Natur aus ist es so eingerichtet, dass Kinder ihre Eltern imitieren. (#02)

10 goldene Regeln der Erziehung umsetzen lernen

Natürlich lassen sich nicht alle Regeln einfach und schnell umsetzen. Eine Familie zu sein ist für alle Beteiligten eine Herausforderung, die man erst im Laufe der Zeit angehen kann. Wer sich jedoch schon vor der Geburt Gedanken darüber macht, welche Werte er seinem Kind mitgeben möchte. Natürlich können sich Einstellungen auch dann noch ändern, wenn das Kind auf der Welt ist. Erziehung heißt dabei jedoch nicht, nur seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse durchzusetzen. Im Fokus stehen das Kind und die Familie. Alle Seiten müssen sich in der Familie wohlfühlen und entfalten können.

Der Austausch der Eltern untereinander ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Erziehung. Es funktioniert nicht, wenn beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen haben. Kommt man bei einigen Punkten gar nicht zusammen, braucht es einen Kompromiss. Dieser Kompromiss darf nicht dem Kind schaden. Eltern müssen sich allerdings einig sein. Kinder spüren, wenn es Uneinigkeit zwischen den Eltern gibt. Dies zeigt in erster Linie, dass die Eltern selbst nicht genau wissen, welche Erziehungsmethoden passend sind. Daher sollten Diskussionen darüber nie vor den Kindern durchgeführt werden. Da jedoch Eltern sich vor allem das Beste für Ihre Kinder wünschen, ist es oft nicht schwer, eine gemeinsame Basis zu finden.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild & #01: Monkey Business Images, #02: Evgeny Atamanenko

Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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