Umstandsmode: die Top-10 der DOs und DONTs bei der Umstandsmode

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Schwangere Frauen merken schnell, dass sich viele Dinge an ihrem Körper verändern. Dazu gehört natürlich auch der wachsende Bauch, der spätestens ab dem vierten Monat (bei wiederholten Schwangerschaften oft noch deutlich früher) dafür sorgt, dass Hosen und Röcke zwicken. Jetzt ist es also an der Zeit, Schwangerschaftsmode zu kaufen. Wir haben die wichtigsten DOs und DONTs rund um die Umstandsmode zusammengestellt.

Unbedingt! DOs bei der Schwangerschaftsmode:

1. Latzhose

Latzhosen sind die absoluten Klassiker in der Umstandsmode, und das nicht ohne Grund: Sie sind einerseits genauso leger und robust wie normale Jeans, engen aber andererseits an Bauch und Taille nicht ein. Schließlich wird die Latzhose über die Träger gehalten und nicht durch einen Hosenbund. Dazu kommt, dass Umstands-Latzhosen meist noch in der Weite verstellt werden können, sodass sie lange Zeit tragbar sind. Außerdem sind Latzhosen super zu kombinieren: Ein geringeltes Shirt sieht dazu genauso hübsch aus wie eine weiße Bluse, ein Kapuzenpulli kann genauso darübergetragen werden wie eine Strickjacke oder eine Tunika. Aus diesen Gründen gehört eine Latzhose definitiv zu den DOs der Schwangerschaftsmode!

2. Bauchbänder

Bauchbänder gehören zu den Kleidungsstücken, von denen man wahrscheinlich wirklich erst hört, wenn man schwanger ist. Es handelt sich um dehnbare Stoffschläuche, die du über den Bauch ziehen kannst. Dort erfüllt ein Bauchband verschiedene Zwecke: Zum einen stellt es eine Verbindung zwischen zu kurz gewordenem T-Shirt und Rock oder Hose her. Dadurch kann die normale Kleidung noch etwas länger getragen werden. Zum anderen hält ein Bauchband den Bauch und den Rücken schön warm und sorgt dadurch gerade in der kalten Jahreszeit für mehr Wohlbefinden der werdenden Mama. Und drittens stützt ein Bauchband im Verlauf der Schwangerschaft den immer schwerer werdenden Bauch und entlastet dadurch den Rücken. Natürlich ist ein Bauchband auch ein modisches Accessoire. Es gibt die Bänder in den unterschiedlichsten Farben, Mustern und Aufdrucken. Gedeckte Farben kannst du gut mit deiner vorhandenen Garderobe kombinieren, bunt bedruckte Bänder sind Statements auf dem Babybauch. Besonders praktisch sind Wende-Bauchbänder mit zwei unterschiedlich gestalteten Seiten, die du doppelt so gut mit der übrigen Garderobe kombinieren kannst.

Infografik: Umstandkleidung + Konfektionsgrößen (Umrechnungstabelle)

Infografik: Umstandkleidung + Konfektionsgrößen (Umrechnungstabelle)

3. Longshirts und -jacken

Je dicker der Bauch wird, umso kürzer werden Shirts, Pullis und Jacken. Und kaum eine Schwangere möchte gerne unfreiwillig „bauchfrei“ tragen. Longshirts und -jacken verhindern das und haben noch einen weiteren Vorteil: Sie strecken die Silhouette und lassen dich dadurch größer und schlanker wirken, ohne den hübschen Babybauch zu kaschieren. Und sie sind sehr bequem und gemütlich, was jeder Schwangeren gut tut.

4. Empire-Kleider

Bei Empire-Kleidern ist die Taille sehr weit nach oben versetzt, das Rockteil fällt weit nach unten. Diese elegante Kleiderform ist ideal für Schwangere, weil am Bauch nichts einschnürt. Egal ob als leichtes Sommerkleid oder für einen festlichen Anlass: Empire-Kleider setzen deine Weiblichkeit in der Schwangerschaft perfekt in Szene. Achte allerdings darauf, dass die Unterbrustschnürung nicht zu weit oben sitzt, sonst wirkt sie albern. Empire-Kleider, die für Schwangere gemacht wurden, sind aber meist so geschnitten, dass auch üppige Brüste darin problemlos Platz finden. Ein zusätzlicher Vorteil: Ein gut sitzendes Empire-Kleid macht ein atemberaubendes Dekolleté!

Infografik-Schwangerschafts-und-Still-BHs-Cup-Groessen-Oberbrustmass-Unterbrustmass-Tabelle

5. stillfreundliche Kleidung

Gerade in den letzten Wochen und Monaten ist es ärgerlich, noch einmal viel Geld für Umstandskleidung auszugeben, die man nur noch kurz tragen kann. Allerdings bietet es sich jetzt an, Kleidung zu kaufen, die nach der Geburt auch noch zum Stillen geeignet ist. Viele Hersteller bieten solche kombinierten Umstands- und Stilloberteile an. Sie sind meist mit Wicklungen oder Reißverschlüssen ausgestattet, die es dir später ermöglichen, diskret zu stillen, ohne das ganze Oberteil nach oben ziehen zu müssen. Wenn du dir jetzt einige solche Teile zulegst, hast du viel länger etwas davon als von reiner Umstandsmode.

Lieber sein lassen! DONTs bei der Schwangerschaftsmode

unförmige Riesenteile

Klar: Der Anreiz, schon früh sehr große Kleidungsstücke zu kaufen, ist hoch. Schließlich soll sich die Ausgabe ja lohnen und es ist ärgerlich, alle zwei Monate die Garderobe austauschen zu müssen. Trotzdem ist es in jeder Phase der Schwangerschaft wichtig, dass du dich wohlfühlst. Vermeide deshalb Riesenteile, in die du erst Monate später hineingewachsen bist, sonst wirkst du viel breiter und unförmiger, als du bist.

2. zu enge Oberteile

Natürlich darf eine schwangere Frau ihren Bauch mit engen Shirts betonen. Üppigere Frauen kombinieren sie einfach mit einer Strickjacke oder Weste. Einschneiden oder einengen sollten die Oberteile aber auf keinen Fall. Wichtig sind deshalb weiche, elastische Stoffe, die den Bauch nicht quetschen.

3. Hosen mit engen Beinen

Viele Frauen haben im Verlauf der Schwangerschaft mit Wassereinlagerungen in den Beinen zu kämpfen. Deshalb sollten Hosenbeine nicht zu eng sein, sonst besteht die Gefahr, dass die Hose nach wenigen Wochen zwar noch am Bund passt, an den Beinen aber zu knapp sitzt. Achte deshalb darauf, dass die Hosenbeine etwas weiter sind, um dir genügend Platz und Bewegungsfreiheit zu bieten. Umgekehrt ist die Karottenform bei Hosen aber auch nicht vorteilhaft, weil sie leicht unförmig wirkt. Tipp: Mit speziellen Einsätzen („Bellyguards“) kannst du deine normalen Hosen noch etwas länger tragen. Sie werden so am Hosenbund angebracht, dass du problemlos den Knopf offenlassen kannst und dadurch mehr Bewegungsfreiheit hast.

4. Jeden Tag nur Schlabberlook

Bequemlichkeit ist gerade in der Schwangerschaft besonders wichtig. Aber das bedeutet nicht, dass man sich gehen lassen sollte! Jeden Tag Jogginghosen und Schlabbershirts zu tragen ist auch in der Schwangerschaft nicht schön und sorgt in den meisten Fällen auch nicht für mehr Wohlbefinden bei der Schwangeren. Wichtig sind deshalb auch einige wirklich schöne Teile, in denen du dich so richtig wohlfühlst und die auch im Büro oder bei festlicheren Anlässen etwas hermachen. Tipp: Accessoires wie Schmuck, Tücher oder Gürtel sind dankbare Blickfänge und werten auch einfache Schwangerschaftsoutfits sofort auf.

5. schlecht sitzende BHs

Schon bei nicht schwangeren Frauen sollte ein schlecht sitzender BH vermieden werden, in der Schwangerschaft ist er aber doppelt schlimm. Immerhin bereitet sich die Brust jetzt aufs Stillen vor und ist bei den meisten Frauen viel empfindlicher als sonst. Deshalb sind mindestens zwei sehr gut passende und bequeme BHs ein Muss.

Zusatztipp: Da Umstandsmode nur wenige Monate lang getragen wird, kann man sie oft in sehr gutem Zustand und günstig gebraucht kaufen.


Bildnachweis: © freeimages.com – noblec

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