Schlaftipps bei Kindern

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Schlaftipps bei Kindern

1.Einschlafrituale:

sind sehr wichtig für die Kleinen. Sie kennen den gewohnten Ablauf vor dem Einschlafen, somit fühlen sie sich wohl und geborgen. Man kann mit dem Kind noch etwas kuscheln, ihm ein Lied vorsingen oder eine schöne Gute-Nacht-Geschichte vorlesen.

Wenn man tagsüber viel an der frischen Luft gewesen ist, schläft das Kind viel besser ein. Es ist müde vom herumtollen, die vielen neuen Eindrücke läßt ihr Kind abends müde ins Bett fallen.

© Daniela B. / PIXELIO

  1. Falls es irgendwelche Probleme oder Ängste hat, sollte man dies   in Ruhe am späten Nachmittag mit dem Kind besprechen. Es ist abends nicht mehr aufgewühlt, sondern erleichtert und schläft somit zufrieden ein.
  2. Das Kinderzimmer sollte immer gut gelüftet sein. Zum Schlafen sollte man  es abdunkeln.
  3. Ein bequemer kuscheliger Schlafanzug ist wichtig für einen guten Schlaf.
  4. Falls das Kind schon etwas älter ist und nicht so recht einschlafen kann, sollte man ihm erlauben  doch noch ein bisschen selbst in einem Buch zu lesen. Nach der vereinbarten Lesezeit kommt das Kind bestimmt anschließend zu seinem Schlaf.
  5. Vor dem Zubettgehen sollten Hausaufgaben, Computerspiele oder Fernsehen mindestens eine Stunde zurückliegen, da das Kind sonst nicht so richtig abschalten kann. Es ist von dem Erlebten noch zu aufgedreht.
  6. Manche Kinder fürchten sich im dunklen Zimmer zu schlafen. Man sollte fürs Kinderzimmer ein sanftes Schlummerlicht kaufen, dieses kann die ganze Nacht brennen.
  7. Im Kinderzimmer sollte es zum Schlafen ruhig sein. Küchenlärm oder Fernsehgeräusche vom Nebenzimmer stören beim Ein- und Durchschlafen.

WIE VIEL SCHLAF BRAUCHT ein KIND?

Grundschulkinder brauchen durchschnittlich rund zehn Stunden Schlaf. Zu wenig Schlaf, kann einen erheblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Kindern haben. Die Konzentration lässt schneller nach, sie sind öfters nervös, ängstlich oder haben manchmal Probleme mit den Mitschülern.

Mit 6 Jahren braucht ein Kind ca. 10 Stunden und 45 Minuten Schlaf.

Mit 7 Jahren ca. 10 Stunden und 30 Minuten.

Mit 8 Jahren ca. 10 Stunden und 15 Minuten.

© S.-Hofschaeger / PIXELIO

Mit 9 Jahren ca. 10 Stunden.

Mit 10 Jahren ca. 9 Stunden und 45 Minuten.

Dies sind Durchschnittswerte, jedes Kind ist anders und braucht somit unterschiedlich viel Schlaf. Ein bis zwei Stunden mehr oder weinger Schlaf sind ganz normal.

Wer zu lange wach bleibt und somit weniger Schlaf abbekommt wird schlaftrunken, d.h. unser Schlafbedürfnis nimmt immer mehr zu. Nach etwa 24 Stunden Schlafentzug verhält man sich uns wie mit einem Promille Alkohol im Blut inclusive Selbstüberschätzung.

SCHLAFPHASEN:

Wenn das Kind eingeschlafen ist befindet es sich in eine Art Wachens, denn Geist und Körper sind noch aktiv und der Schlaf gleicht deshalb einer Berg- und Talfahrt, als einem gleichmäßigen Ruhezustand.

Beim Einschlafen gelangt man als erstes in einen Leichtschlaf, anschließend in einen etwas ruhigen Tiefschlaf und dieser wird tiefer und tiefer. Das Herz schlägt nun gleichmäßiger, die Atmung wird ruhiger, das Gehirn kommt zu Ruhe. In dieser Phase kann man  nur sehr schwer geweckt werden.

Vom Tiefschlaf gelangen wir nun in den Traumschlaf. Herzschlaf und Atmung werden aktiver, die Augen bewegen sich schnell hinter den geschlossenen Lidern, unser Körper verbraucht nun mehr Sauerstoff und das Gehirn wird aktiver. Nun träumt man. So werden mehrere Schlafphasen nachts durchlebt. Alle 65 Minuten wiederholt sich bei Schulkindern die Phasen vom Leicht-, Tief- und Traumschlaf. Zwischen den verschiedenen Phasen wird man kurz wach, reibt sich evtl. die Augen, murmelt etwas vor sich hin oder dreht sich im Bett um und sofort schläft man wieder ein.

WAS PASSIERT WÄHREND DES SCHLAFENS?

Im Tiefschlaf wird bei Kindern das Wachstumshormon produziert. Bei uns Erwachsenen wird die Bildung neuer Körperzellen angeregt. Jedes Organ und jeder Körperteil wird bei den Kindern in der Nacht ein kleines bisschen größer. Es wächst. Deshalb brauchen die Kinder so dringend ihren Tiefschlaf. Denn das Wachstumshormon lässt sie in die Länge schießen und dieses wird fast ausschließlich im Schlaf ausgeschüttet. Im Umkehrschluss bedeutet dies, bei Kindern die zu wenig schlafen, kann sich eine Wachstumsstörung einstellen.

Außerdem schützt uns der ausreichende Schlaf vor Infektionskrankheiten, man hat mehr Abwehrkräfte. Unser Immunsystem arbeitet immerzu, deshalb braucht es auch eine Erholungsphase zum Regenerieren. Und dies geschied nachts, wenn man im Tiefschlaf ist. Bekommt man zu wenig Schlaf ab, ist das Immunsystem geschwächt und somit ist man anfälliger für Erkältungen und sonstige Krankheiten. Diesen Zustand kennt jeder man fühlt sich so richtig schlapp, ist müde und man will nur noch ins Bett und schlafen. Es gibt einen Spruch: Schlaf dich gesund. Das kommt nicht von ungefähr, sondern das Immunsystem arbeitet gegen die Viren und Bakterien im Tiefschlaf, es bekämpft sie.

SCHLAFRÄUBER:

Fernsehen oder Computerspiele kurz vor dem Zubettgehen sind regelrechte Schlafräuber, denn diese können die kindliche Traumwelt sehr beeinflussen, sogar auch Albträume hervorrufen. Somit werden die geliebten Geräte zu empfindlichen Schlafstörern. Am Besten ist es, wenn ca. 1-2 Stunden vor dem Zubettgehen der Fernseher und der Computer ausgeschaltet wird. Gerade bei den 9-jährigen Kindern wurden gehäuft Einschlafprobleme festgestellt. Bei diesen Kindern wurde im Jugendalter festgestellt, daß 30 Prozent tagsüber recht häufig müde sind. Es liegt daran, daß diese das späte Einschlafen nicht (mehr) stört, denn somit haben sie länger Zeit sich mit dem Computerspiel oder einem Fernsehfilm zu beschäftigen.

Fachliche Hilfe bedarf es bei Kindern die tagsüber ständig müde sind. Dies kann ein Hinweis auf Schlafapnoe oder Narkolepsie sein. Anzeichen dafür sind plötzliches Einschlafens während des Essens ode Sprechens usw. dies kann für Sekunden bis zu einer halben Stunde passieren. Es ist wichtig Narkolepsie früh zu erkennen, denn es wird meist falsch gedeutet, wenn das Kind lustlos wirkt, in der Schule als faul hingestellt wird.

Schlafapnoe heißt nicht atmen während des Schlafens. Man erkennt dies, wenn  das Kind z.B. laut schnarcht und zwischendurch eine längere Atempause einlegt. Das Kind ist tagsüber müde oder überdreht. Ursachen können vergrößerte Polypen oder Mandeln sein, Übergewicht oder Fehlbildungen im Kiefer.

Schlafwandeln ist ein weitere Schlafräuber. Bei Kindern zwischen 4 und 8 Jahren kommt es gehäuft vor. Manche sitzten aufrecht im Bett, manche geistern in der Wohnung umher. In solchen Fällen sollte man Fenster, Türen und Treppen sichern.

Albträume haben Kinder gehäuft im Alter zwischen 3 und 6 Jahren. Monster oder sonstige gruseligen Gestalten erscheinen in der zweiten Nachthälfte meist im Traumschlaf. Konflikte oder bestimmte Ereignisse die die Kinder tagsüber erlebt haben sind meist die Ursache von Albträumen.

Man sollte das Kind trösten und es in den Arm nehmen und beruhigen. Somit gibt man ihm das Gefühl der Geborgenheit.

ABHILFE SCHAFFEN:

Ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhytmus, eine abgedunkelte, ruhige Schafumgebung und das Ausklingen des Tages vor dem Schafengehen sind sehr wichtig. Ohne Computer und Fernseher oder familiären Stress. Das sind gute Voraussetzungen eines erforderlichen, erholsamen Schlaf.

Sollten die Einschlafprobleme über drei Wochen hinweg mehrfach wöchentlich auftreten, dann ist ein ärztlicher Rat notwendig. Aber auch, wenn Kinder tagsüber müde unkonzentriert und hyperaktiv sind. Sofortige ärztliche Hilfe sollte man swisskickbox casino bei Atemnot oder Bewusstseinsstörung hinzuziehen.

Ein paar schöne Zitate zum Abschluss:

Es gibt keinen größeren Genuss auf Erden als den Schlaf, wenn man schlafen will.

Anton Tschechow

Gebt den Leuten mehr Schlaf – sie werden wacher sein, wenn sie wach sind.

Kurt Tucholsky

Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.

Arthur Schopenhauer

Schlafen ist kein geringeres Kunststück, denn man muss den ganzen Tag dafür wach bleiben.

Friedrich Nietzsche

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Klaus Müller-Stern

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