Baby Erstausstattung: Checkliste

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Werdende Eltern sind häufig überfordert: Was brauchen sie alles für das Baby, was ist wichtig, was unnötig? Mithilfe einer konkreten Baby Erstausstattung Checkliste wird nichts vergessen.

Baby Erstausstattung: Was ist wirklich wichtig?

Es ist interessant: Auch wenn sich gerade junge Mütter häufig unsicher fühlen und nicht wissen, was sie für die Baby Erstausstattung alles benötigen, haben sie doch viel Freude am Einkaufen. Dabei werden oftmals mehr Dinge besorgt, als eigentlich nötig sind. Und dann kommt die große Ernüchterung: Der süße Strampler passt nicht oder nur sehr kurz und es werden gar nicht so viele lustige T-Shirts benötigt, weil es so heiß ist, dass das Baby nur im Body und mit Söckchen bekleidet schläft. Eine Baby Erstausstattung Checkliste hilft dabei, Nötiges von Unnötigem zu trennen und herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Tipp: Gerade die Sachen in den kleinen Größen 50, 56 und 62 sollten lieber öfter gewaschen als zu zahlreich gekauft werden.

Sie passen teilweise nur 14 Tage lang, je nach Wachstum und Gewichtszunahme des Kindes. Ebenfalls wichtig ist die Schätzung des Geburtsgewichts durch den Gynäkologen. Wird das Baby eher 3000 oder 4000 Gramm wiegen? Dies macht eine Kleidungsgröße Unterschied! Sollte sich nach der Geburt herausstellen, dass die Sachen nicht wie geplant passen, kann der frischgebackene Papa zudem noch rasch etwas besorgen bzw. ist es mit der Expresslieferung vieler Onlineshops von einem Tag auf den anderen möglich, die noch benötigten Sachen zu bekommen.
Nun folgt aber die Antwort auf die große Frage: Welche Erstausstattung für das Baby wird gebraucht?

Eine Baby Erstausstattung Checkliste hilft dabei, Nötiges von Unnötigem zu trennen und herauszufinden, was wirklich wichtig ist.

Eine Baby Erstausstattung Checkliste hilft dabei, Nötiges von Unnötigem zu trennen und herauszufinden, was wirklich wichtig ist. (#01)

Baby Erstausstattung Checkliste: Kleidung für den Nachwuchs

Grundsätzlich wird folgende Kleidung in der 50/56 bzw. 62/68 (herstellerseitig meist als Doppelgrößen angegeben) gebraucht:

  • 8 Bodys, am besten Wickelbodys
  • 6 Pullover oder Shirts
  • 6 Strampler
  • 2 Jacken
  • 8 Paar Socken
  • 2 – 4 Schlafanzüge
  • 2 Mützen
  • Handschuhe

Baby Erstausstattung: Checkliste für den Sommer

Im Sommer wird meist nur dünne Kleidung benötigt, ein T-Shirt über dem Body ist oft schon zu viel. Nachts reicht ein langärmeliger Schlafanzug, hier ist kein Body darunter nötig. Wichtig: Bitte immer die Temperatur im Nacken des Kindes kontrollieren. Fühlt sich dieser angenehm warm und trocken an, ist alles okay. Die Kleidung bitte pro Tag immer doppelt einplanen.

Baby Erstausstattung Checkliste Sommer: ein T-Shirt über dem Body ist oft schon zu viel.

  • Bodys ohne Arm
  • langärmelige Bodys
  • dünne Baumwollsocken
  • dünne Jersey-Strampler
  • Strickjacke
  • Sommermützchen mit UV-Schutz
  • langärmeliger Schlafanzug (mit Fußteil
  • Sommerschlafsack
  • Strampelsack (ungefüttert)
  • dünne Decke für den Wagen

Baby Erstausstattung: Checkliste für den Winter

Die Menge der Kleidung nimmt im Winter nur bedingt zu, sie wird vor allem stärker. Bitte hierbei auch auf natürliche Materialien für Babykleidung, sie sind bestenfalls frei von Schadstoffen und vor allem angenehmer für die besonders sensible Haut.

  • lange Bodys und Bodys mit kurzen Ärmeln
  • Nicki- oder Frotteestrampler
  • dünne Socken
  • Jersey-Schlafanzug
  • Winterschlafsack
  • zwei Jacken
  • Schneeanzug
  • Handschuhe und dicke Mützen
  • Babyschuhe oder dicke Wollsocken
  • evtl. dünne Leggings
Die Menge der Kleidung nimmt im Winter nur bedingt zu, sie wird vor allem stärker.

Die Menge der Kleidung nimmt im Winter nur bedingt zu, sie wird vor allem stärker. (#02)

Muss Babykleidung gereinigt werden, empfehlen viele Hebammen Weichspüler und Sensitiv-Waschmittel. Der Grund: Der Weichspüler glättet die Fasern, was für Babys empfindliche Haut deutlich angenehmer ist. Kleidung ohne Weichspüler ist härter, die Baumwollfasern stellen sich stärker auf und können kratzen. Manche Babys reagieren auf diese harten Fasern und nicht auf das Waschmittel, was viele Eltern befürchten.

Baby Erstausstattung: Checkliste zur Pflege

Auch wenn ein Baby nicht viel braucht: Hochwertig muss die Pflege sein! Eltern tun gut daran, auf natürliche Kosmetik zu setzen, die frei von Parfüm, Konservierungsstoffen, Parabenen und Silikonen ist. Sie reizt die empfindliche Haut nicht, pflegt sie aber sehr gut. Tipp: Für das Reinigen des Pos beim Wickeln reicht ein Waschlappen mit warmem Wasser! Feuchttücher sind für unterwegs hilfreich, können die Haut aber schnell reizen. Merke: Alle Zusatzstoffe sind unnötig! Spezielle Hautprobleme gehören dem Kinderarzt vorgestellt. Diese Mittel werden zur Pflege benötigt:

  • Gesichtscreme
  • Wind- und Wetterschutzcreme für den Winter
  • Pflegelotion oder Pflegecreme für den Körper
  • Babycreme oder Zinksalbe für gereizte Haut am Po
  • evtl. Pflegeöl als Badezusatz
  • evtl. Feuchttücher für unterwegs
Feuchttücher sind für unterwegs hilfreich, können die Haut aber schnell reizen.

Feuchttücher sind für unterwegs hilfreich, können die Haut aber schnell reizen. (#03)

Checkliste für das Pflegezubehör

Eine Babybadewanne ist praktisch, wird aber nicht immer benötigt. Ein neu geborenes Baby kann sogar im Waschbecken gebadet werden, andere nutzen die normale Badewanne im Bad und lassen hier nur wenig Wasser ein. Benötigt werden:

  • Badewanne oder Badeeimer
  • Handtücher (evtl. Kapuzenhandtuch)
  • Waschlappen (ca. 20 Stück zum Wickeln, kochfest)
  • Haarbürste (am besten aus Naturborsten, sehr weich)
  • evtl. kleine Nagelschere für Babys
  • Badethermometer
  • Waschschüssel und Wannenständer, falls im Kinderzimmer und nicht im Bad gewickelt wird

Checkliste für die medizinische Ausstattung

Solange das Baby so klein ist, braucht es keinerlei Medizin. Sollte es fiebern, gehört es zum Kinderarzt, der ein Zäpfchen verschreiben wird. Bitte keine Selbstmedikation! Ansonsten braucht es ein Fieberthermometer (für das Messen im Ohr) und ein Wärmekissen für das Bäuchlein sowie für die Füße. Neugeborene lieben warme Füße, außerdem beugen diese der Neugeborenen-Gelbsucht vor. Eine Babywaage ist nicht nötig, die Hebamme wird bei ihren Hausbesuchen die Gewichtszunahme ausreichend überwachen.

Es ist erwiesen, dass die Kleinen ruhiger schlafen, wenn sie Mama und Papa hören

Es ist erwiesen, dass die Kleinen ruhiger schlafen, wenn sie Mama und Papa hören. (#04)

Baby Erstausstattung: Checkliste für Babys Zimmer

Die meisten Eltern richten dem Baby ein eigenes Zimmer ein, obwohl es dieses noch lange nicht braucht. Es benötigt lediglich ein eigenes Bettchen, das wiederum sollte aber im Elternschlafzimmer stehen dürfen. Es ist erwiesen, dass die Kleinen ruhiger schlafen, wenn sie Mama und Papa hören, was wiederum das Risiko des Plötzlichen Kindstods senken kann.
Alles, was für das Babyzimmer gebraucht wird, zeigt diese Checkliste:

  • Wickelkommode mit erhöhten Seitenteilen
  • Heizstrahler für wohlige Temperatur beim Wickeln
  • abwischbare oder waschbare Wickelauflage
  • Moltontücher zum Auffangen kleiner Malheure
  • Windeleimer
  • Windeln (auf gute Erreichbarkeit achten!)
  • kleines Regal für Pflegezubehör
  • Kleiderschrank
  • Krabbeldecke

Baby Erstausstattung für die Ernährung

Bestenfalls wird das Baby bis zu sechs Monate voll gestillt. Ob die Mama immer selbst stillt oder Milch abpumpt und per Fläschchen füttert, bleibt dabei ihr überlassen und hängt auch davon ab, ob sie immer mit dem Kind zusammen ist oder auch einmal ohne das Kleine unterwegs sein wird oder dem Papa das Füttern überlassen möchte. Wer nur stillt, braucht lediglich das Stillkissen und ein paar Spucktücher. Ansonsten ist diese Liste relevant:

Selbst stillt oder Milch abpumpt und per Fläschchen füttert, bleibt der Mutter überlassen.

Selbst stillt oder Milch abpumpt und per Fläschchen füttert, bleibt der Mutter überlassen. (#05)

  • Milchpumpe
  • Fläschchen und Sauger
  • Sterilisator
    (oder Kochtopf zum Auskochen von Fläschchen und Sauger)
  • Stillkissen
  • Spucktücher
  • Stillschal
  • Still-BHs
  • Stilleinlagen
  • evtl. Milchnahrung, wenn nicht gestillt wird
  • Lätzchen

Statt des Babykostwärmers ist auch die Mikrowelle oder das Wasserbad geeignet und kann die Milch im Fläschchen auf eine angemessene Temperatur bringen. Ein Fläschchen-Abkühler kommt zum Einsatz, wenn alles zu warm geworden ist, doch auch er fällt unter die Rubrik „hilfreicher Luxus“.

Baby Erstausstattung Checkliste: Was wird sonst noch gebraucht?

Eltern macht es riesigen Spaß, möglichst viel für das Kind einzukaufen. Doch wenn es auch auf das Geld ankommt: Bitte nicht ohne Verstand kaufen, denn auch wenn sich die ungenutzten Dinge wieder verkaufen lassen, stellt dies doch einen Wertverlust dar und ist ein völlig unnötiger Aufwand. Auch die folgenden Dinge werden noch benötigt:

  • Kinderwagen
  • Babyschale
  • Winter- oder Sommerfußsack
  • Wickeltasche mit Inhalt
  • Schmusetuch
  • evtl. Schnullerkette
  • Babytrage

Video: BABY ERSTAUSSTATTUNG & CHECKLISTE – Das haben wir WIRKLICH gebraucht!

Checkliste für den Kinderwagen

  • Matratze
  • Wetterschutz (Regenpelerine)
  • Sonnenschutz
  • dünne Decke für den Sommer
  • dickes Kissen oder Winterfußsack für kalte Tage
  • Schneeanzug, Handschuhe und Mütze
  • Mückenschutz

Checkliste für Babys Schlaf

Ein Baby schläft unglaublich viel und kann in den ersten Tagen nach der Geburt bis zu 20 Stunden am Tag schlafen. Schon bald werden es nur noch 18, dann 16 Stunden sein. Damit Eltern diese Zeit genießen können, ist ein Babyphone unverzichtbar. Ob es eines mit Videoübertragung oder nur mit akustischen Signalen sein soll, bleibt den Eltern und ihrem Überwachungsbedürfnis überlassen. Für den Schlaf sind folgende Dinge nötig:

  • Beistellbett für das Elternbett
  • Stubenwagen oder Wiege
  • Mückenschutz für das Bett im Sommer
  • Matratze
  • Babyphone
  • Schlafsack der Jahreszeit entsprechend
  • Spieluhr
  • Nachtlicht
Ein Nest sieht zwar hübscher aus, ist im Hinblick auf die Sicherheit des Kindes aber nicht zu empfehlen.

Ein Nest sieht zwar hübscher aus, ist im Hinblick auf die Sicherheit des Kindes aber nicht zu empfehlen. (#06)

Bitte auf ein Nestchen verzichten, dieses schränkt die Luftzirkulation im Bettchen ein. Es sieht zwar hübscher aus, ist im Hinblick auf die Sicherheit des Kindes aber nicht zu empfehlen. Außerdem werden keine Decken gebraucht, die Gefahr, dass das Kleine darunter gerät, ist zu groß. Des Weiteren ist ein Kissen unnötig. Moderne Babykissen aus Memory Foam sind eine gute Idee für den Tag, solange das Kleine nur auf dem Hinterkopf liegt. Unschöne platte Stellen werden damit teilweise vermieden.

Baby Erstausstattung: Checkliste für Spielzeug

Es ist erstaunlich, wie viel Spielzeug für Neugeborene und Säuglinge angeboten wird. Dabei können die Kleinen noch nicht einmal danach greifen! Eine Spieluhr hingegen beruhigt und wurde von dem Kleinen im besten Fall schon im Bauch der Mama gehört. Es wird die Melodie nach der Geburt wiedererkennen und sich leichter beruhigen lassen. Auch ein Mobile ist eine gute Idee, ist das Baby länger wach, kann es dieses Spielzeug ansehen und wird von den Farben und Formen fasziniert sein. Auch diese Dinge sind sinnvoll:

  • Rassel
  • Greifling
  • Krabbeldecke
  • Schmusetuch
  • Kinderwagenkette

Im Alter von drei Monaten wird das Kleine langsam anfangen, bewusst nach den Dingen zu greifen und kann dann auch in gewisser Weise damit spielen. Die Krabbeldecke sollte gut zum Boden hin isolieren, damit dem Baby nicht kalt wird. Hier kann allerlei Spielzeug platziert werden. Ein Activity-Center ist für die Kleinen noch unnötig und auch später nur bedingt und für kurze Zeit zu empfehlen. Ein Baby, das unter einem solchen Spielbogen liegt, verhaart zu lange auf dem Hinterkopf, das Köpfchen wird dadurch abgeflacht.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild / #01 / #05 / #07: FamVeld – #02: Marko Poplasen – #03: Inara Prusakova – #04: Evgeny Atamanenko – #06: Syda Productions

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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