Abtreibung – keine leichte Entscheidung

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Abtreibung – ja oder nein?

In Deutschland ist die Abtreibung noch immer ein heiß diskutiertes Thema. Frauen, die ihr Kind abtreiben lassen, werden argwöhnisch begutachtet. Leider oft zu Unrecht, nicht selten stehen medizinische Indikationen hinter einer Abtreibung.

© Gerd Altmann / PIXELIO

In Deutschland ist die Abtreibung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche möglich, ohne gesetzeswidrig zu handeln.

Für die Abtreibung gibt es hierzulande drei verschiedene Methoden:

Das Absaugen findet dabei am häufigsten Anwendung. Dieser Eingriff wird bevorzugt vorkommen, da dieser auch unter lokaler Betäubung möglich ist. Auf diese Weise können zum einen die Kosten des Krankenkassensystems gering gehalten werden und die Patientin hat die Möglichkeit, das Geschehen in gewohnter Umgebung zu verarbeiten. Beim Absaugen wird die befruchtete Eizelle mit einem Sauggerät aus der Gebärmutter entnommen.

Das Ausschaben wird erst an zweiter Stelle gestellt. Nicht nur, dass diese Methoden mit enormen Nebenwirkungen einhergehen kann, vielmehr ist eine stationärer Aufenthalt nötig, wenngleich dieser auch nur wenige Tage andauert.

Wer sich rechtzeitig für eine Abtreibung entscheidet, kann bis zu fünften Schwangerschaftswoche auf die medikamentöse Abtreibung zurückgreifen.

Hierbei wird mit Hilfe von chemischen Inhaltsstoffe die Loslösung des Fötus aus der Gebärmutter provoziert. Durch eine Blutung, gleich der Menstruation, wird dieser letztlich abgestoßen.

Nach der Abtreibung:

Um Infektionen zu vermeiden, ist auch Wochen nach der Abtreibung auf strikte Hygiene zu achten. Ausgiebige Bäder sollten durch Duschen ersetzt werden, während in den ersten 14 Tagen nach dem Eingriff gänzlich auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden sollte.

Es ist nicht unüblich, dass sogar noch Monate nach der Abtreibung erneute Schwangerschaftssymptome auftreten. Wurde angemessen verhütet, besteht zunächst kein Grund, in Panik zu verfallen. Vielmehr kann dies als Spätfolge der Abtreibung auftreten. Bleibt die Menstruation aus, ist ein Gang zum Frauenarzt unumgänglich.

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Klaus Müller-Stern

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