Überfüllte Tierheime: Kastrationspflicht für Freigängerkatzen notwendig

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Die Straßenkatzen in Deutschland stellen ein erhebliches und dennoch oft übersehenes Tierschutzproblem dar. Der aktuelle Entwurf für ein neues Tierschutzgesetz sieht jedoch keine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen vor. Der Deutsche Tierschutzbund, als Dachverband der Tierschutzvereine und Tierheime, hat die Bundesregierung scharf kritisiert und fordert dringende Maßnahmen, um dieses Problem anzugehen. Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen handeln und das Leid der Straßenkatzen verringern.

Rettung für Straßenkatzen: Bundesweite Kastrationspflicht dringend notwendig

Obwohl eine Tierschutz-Hundeverordnung bereits besteht, wurden die Belange der Katzen bei der Überarbeitung des Tierschutzgesetzes erneut nicht ausreichend berücksichtigt. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, betont die Dringlichkeit einer bundesweiten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen, um das Leid der Straßenkatzen zu verringern und Tierheime zu entlasten. Es ist an der Zeit, dass der Schutz von Katzen auf Bundesebene endlich Priorität erhält.

Zur Bewältigung des Problems der Straßenkatzen in Deutschland ist es notwendig, eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen einzuführen. Diese Maßnahme sollte mit einer Kennzeichnungspflicht der Katzen und ihrer Registrierung in einem Haustierregister wie FINDEFIX verbunden werden. Darüber hinaus sollten bereits existierende Fördertöpfe der Länder und Kommunen genutzt werden, um regelmäßige, flächendeckende Kastrationsaktionen für Straßenkatzen durchzuführen und sie anschließend sachkundig zu betreuen. Es ist von großer Bedeutung, dass die Kosten und Verantwortung gerecht aufgeteilt werden und nicht nur den Tierschützern auferlegt werden.

Millionen von Straßenkatzen in Deutschland sind täglich mit dem Überlebenskampf konfrontiert. Obwohl Tierheime und Tierschutzvereine oft mit finanziellen und personellen Engpässen zu kämpfen haben, setzen sie sich unermüdlich für das Wohl dieser Tiere ein. Sie errichten Futterstellen, führen Kastrationen durch und stellen sicher, dass die Katzen die notwendige tiermedizinische Versorgung erhalten.

Die Situation der Straßenkatzen in Deutschland ist nach wie vor besorgniserregend. Trotz der Bemühungen von Tierheimen und Tierschutzvereinen bleibt die Zahl der Straßenkatzen konstant. Dies ist zum Teil auf die unkastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten zurückzuführen. Laut einer Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes sind jede zehnte der insgesamt 15,2 Millionen gehaltenen Katzen nicht kastriert. Die unkontrollierte Fortpflanzung mit anderen unkastrierten Katzen führt zu einem Anstieg der Straßenkatzenpopulation, die ein Leben ohne festen Wohnsitz führen und unter schweren Bedingungen überleben müssen.

Um die immer wieder auftretende Überfüllung der bereits überlasteten Tierheime aufgrund ungewolltem Katzennachwuchs zu verhindern, sollte eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen eingeführt werden. Dadurch wird das immense Leid der Straßenkatzen reduziert und ihre Population besser unter Kontrolle gebracht. Es liegt nun in der Verantwortung des Bundesministeriums und der Koalitionsfraktionen, diese Gelegenheit zu nutzen, um das Leid der Straßenkatzen zu beenden und die Tierheime zu entlasten.

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