Die außergewöhnliche Stärke von El Nino liefert ein großräumiges Signal für die Wintersaison 2026/2027, erlaubt jedoch keine detaillierte regionale Vorhersage. Saisonmodelle weisen für Europa auf überdurchschnittliche Temperaturen, häufigere Niederschläge und eine erhöhte Schneefallgrenze hin. Niedrige Lagen müssen deshalb öfter mit Regen rechnen. In hoch gelegenen Skigebieten und Gletscherregionen bleiben die Aussichten auf Naturschnee günstiger. Aussagen zu bestimmten Monaten, Tälern oder einzelnen Orten sind derzeit weiterhin noch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.
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Nino3.4-Index erreicht im September neuen Rekordwert und steigt weiter
Die offizielle Monatsreihe des Climate Prediction Center weist für den Nino3.4-Index einen deutlichen Anstieg aus. Im April betrug die Temperaturanomalie noch +0,47 °C, im September bereits +2,84 °C. Der bisherige Höchstwert von +2,72 °C, gemessen im November 2015, wurde damit überschritten. Weil El Nino sein typisches Maximum meist erst im November oder Dezember erreicht, ist eine weitere Verstärkung der Erwärmung in den kommenden Wochen grundsätzlich möglich nach heutigem Kenntnisstand weiterhin.
NOAA erhöht Wahrscheinlichkeit historischen El Ninos auf 83 Prozent
Die NOAA korrigierte am 8. Oktober ihre Einschätzung für einen historisch starken El Nino im Dreimonatszeitraum Oktober bis Dezember nach oben. Die Wahrscheinlichkeit stieg von 75 auf 83 Prozent. Als historisch stark gilt ein Ereignis, das alle seit 1950 beobachteten El-Nino-Phasen übertrifft. Das IRI maß Mitte Oktober einen Wochenwert von plus 3,3 Grad Celsius. Über fünf Wochen lagen die Werte jeweils über plus 3,0 Grad Celsius und bestätigten außergewöhnliche Meereserwärmung.
Saisonmodelle erwarten künftig milden, niederschlagsreichen Winter mit hoher Schneefallgrenze
Die saisonalen Modellberechnungen weisen für weite Teile Europas auf einen Winter mit überdurchschnittlichen Temperaturen und häufigen Niederschlägen hin. Dadurch dürfte die Grenze zwischen Regen und Schnee vergleichsweise hoch liegen. In niedrig gelegenen Tälern und an Talstationen ist bei feuchten Wetterlagen öfter Regen zu erwarten. Oberhalb der höheren Mittelgebirgs und Alpenlagen können dagegen weiterhin ergiebige Schneefälle auftreten. Trotz dieser Tendenz bleiben einzelne Kältephasen sowie ein insgesamt kalter Winter meteorologisch grundsätzlich möglich.
Hochgelegene Skigebiete bieten derzeit die besten Chancen auf Naturschnee
Nach der derzeitigen Einschätzung bieten Skigebiete in Höhen von mehr als 1800 bis 2000 Metern die besten Voraussetzungen für einen planbaren Skiurlaub. Dort liegen die Temperaturen bei Niederschlag häufiger unter dem Gefrierpunkt, sodass Regen eher vermieden wird. Gleichzeitig bleiben bestehende Schneedecken länger stabil. Besonders Gletscherskigebiete sind vorteilhaft, weil ihre großen Höhen auch bei milder Witterung und steigender Schneefallgrenze vergleichsweise zuverlässige Bedingungen für Wintersport über die gesamte Saison hinweg schaffen.
El Nino erlaubt keine präzisen Schneeprognosen für einzelne Skiorte
Die außergewöhnlich hohen El-Nino-Werte erlauben keine belastbare Vorhersage für Schneemengen in bestimmten Monaten, Tälern oder einzelnen Skigebieten. Das Klimaphänomen beeinflusst großräumige Zirkulationsmuster, kann jedoch lokale Wetterabläufe nicht verlässlich festlegen. Temperatur, Luftfeuchte, Windrichtungen und Staulagen entscheiden vor Ort über Regen oder Schnee. Für die Reiseplanung empfiehlt sich daher eine flexible Buchung mit Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten. Ziele in höheren Lagen bieten wegen der niedrigeren Temperaturen und stabileren Schneedecken insgesamt die besseren Voraussetzungen.
Für den Winter 2026/2027 ist die Wahl eines hoch gelegenen Skigebiets ein wesentlicher Faktor für die Schneesicherheit. Saisonale Klimasignale deuten in Europa auf überdurchschnittlich milde und niederschlagsreiche Bedingungen hin. Dadurch kann die Schneefallgrenze häufig steigen. Oberhalb von etwa 1800 bis 2000 Metern bleibt die Wahrscheinlichkeit für Schneefall jedoch deutlich höher. Gletscher und hochalpine Bereiche bieten daher günstigere Voraussetzungen als tiefer gelegene Täler und Orte für Wintersportler bei wechselhaften Wetterlagen.

