Kinderbetten: Tipps rund um den Kinderbetten-Kauf

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Wer in der Nacht schlecht schläft, ist am nächsten Morgen oft nicht erholt und nicht bei der Sache. Egal ob Erwachsener oder Kind: Ein gesunder Schlaf ist wichtig! Besonders für die kleinen Abenteurer, die am nächsten Tag wieder die Welt entdecken wollen, spielt die Qualität des Betts eine große Rolle. Beim Kauf von Kinderbetten sollte vielerlei bedacht werden.

Kinderbetten in unzähligen Ausführungen

Kinderbetten gibt es in einer Vielzahl von verschiedenen Ausführungen: Ob Gitterbetten für Babys, Betten in Standardausführung oder für Abenteuerlustige Hochbetten mit Leiter – die Schlafmöbel im Kinderzimmer bieten so einiges, womit ihre Kids gesund und glücklich aufwachsen können. Auch das Design der Betten für Ihren Nachwuchs muss sich nicht verstecken: Viele Kinderbetten gibt es in bunten und kindgerechten Ausführungen, aber auch unifarben lackiert in der Farbe Weiß. Besonders auf das, was darunter steckt, kommt es an! Die Auswahl bei den Hölzern für Kinderbetten geht von Buche und Eiche bis hin zu Kiefer.

Entscheidend ist beim Kauf eines Kinderbetts vor allem eines: Das jeweilige Bett muss zum Alter des Kindes passen! Ein junges Kleinkind gehört nicht in ein Standardbett, denn da könnte es beim nächtlichen Drehen heraus rollen und sich lebensgefährlich verletzen. Ebenso sind Kinder mit sechs Jahren irgendwann zu groß für ein Bett mit Gitterstäben. In Hochbetten sollten außerdem nur Kinder schlafen, deren individuelle Fähigkeiten ausgeprägt genug sind, dass ein Sturz aus dem Bett ausgeschlossen werden kann.

Babybett: Hier geht die Sicherheit vor! (#01)

Babybett: Hier geht die Sicherheit vor! (#01)

Die Sicherheit hat oberste Priorität

Priorität Nummer eins hat beim Kauf von Kauf von Kinderbetten die Sicherheit:

Achten Sie bei der Anschaffung eines Betts für Ihre Kids auf besondere Qualität und eine gute Verarbeitung.

Das Bett sollte in erster Linie keine Gefahren für Ihren Nachwuchs bergen, deshalb muss ein Kinderbett sorgfältig geprüft werden: Scharfe Ecken oder Kanten am Bett disqualifizieren das Schlafmöbel auf dem Kinderzimmer. Auch Ritzen oder unebene Oberflächen sind eine Gefahrenquelle für Ihre Kinder.

Stellen Sie außerdem sicher, dass keine Bauteile am Bett oder Querelemente das Hochklettern Ihres Kindes ermöglichen. Ein Sturz aus dem Bett sollte auf jeden Fall vermieden werden! Kleinkinder mit Schnullerketten dürfen nicht am Kinderbett hängen bleiben können. Am Bett müssen zudem alle Teile sicher befestigt sein: Nichts, was verschluckt werden könnte, darf in die Hände von Kleinkindern gelangen!

Darüber hinaus gilt es auch zu beachten, dass der Verschluss am Kinder- und Babybett nicht vom Nachwuchs geöffnet werden kann. Nur so sind Ihre Kinder im Bettchen sicher vor dem Herausfallen geschützt. Eine Gebrauchsanleitung hilft Ihnen außerdem, das Bett richtig aufzubauen.

Sicher mit den richtigen Maßen

Maßangaben speziell für Kinderbetten helfen, die Sicherheit einer Schlafstätte für Ihren Nachwuchs zu beurteilen. Bei Gitterbetten muss der Abstand zweier Gitterstäbe mindestens 45 Millimeter betragen. Auch unter Belastung darf der Abstand nicht größer als 65 Millimeter werden. Maximal 25 Millimeter Raum dürfen zwischen dem Boden und dem Gestell des Kinderbetts sein.

Der Abstand von Bettboden und Oberkante des Betts sollte mindestens 60 Zentimeter betragen, damit Ihr Kind nicht herausklettern kann. Nachdem eine Matratze im Bett liegt, sollte der Abstand von der Matratze zur Oberkante des Bettchens mindestens 50 Zentimeter betragen und in der höchsten Stellung der Matratze mindestens 20 Zentimeter. Diese Maße verhindern, dass Ihre Kids beim Schlafen versehentlich aus dem Bett fallen oder aus dem Bett klettern kann.

Für Kinderbetten mit Rollen gelten separate Sicherheitsvorschriften: Mindestens zwei Rollen des Bettchens müssen festgestellt werden können. So wird ein fester Stand des Bettchens garantiert und ein Wegrollen verhindert.
Achten Sie aus Sicherheitsgründen bei herausnehmbaren Sprossen am Bett darauf, dass die Schlupfsprossen nur mit den Federn nach oben montiert werden. So können Ihre Kinder die Sprossen nicht selbst entfernen und auf diese Weise aus dem Bett gelangen.

Hochbetten: Aber sicher!

Ein Hochbett ist vor allem für die größeren Entdecker ein Highlight im Kinderzimmer. Dabei muss ein Etagenbett besondere Sicherheitsmaßnahmen erfüllen: Das Hochbett sollte auf jeden Fall über eine durchgehende Umrandung verfügen, die ab dem Matratzenrand mindestens 16 Zentimeter misst und lediglich den Einstieg ausspart. Ein solcher Rahmen um die Liegefläche herum verhindert, dass Ihre Kids aus dem Hochbett fallen können. Der Aus- bzw. Einstieg in das Bett sollte am Fußende erfolgen und 30 bis 40 Zentimeter breit sein. Dieser kleine Abstand vermeidet versehentliche Stürze bei Nacht.

Hochbettnetze werden an der Zimmerdecke und der Umrandung des Hochbetts befestigt. Sie unterbinden ebenfalls Stürze aus luftiger Höhe und minimieren die Unfallgefahr für Ihre Kinder. Achten Sie beim Kauf eines Hochbetts auch auf eine solide Verarbeitung von Gestell und Liegefläche. So kann mehr Stabilität garantiert werden. Für zusätzliche Sicherheit können Sie ein Hochbett zudem an der Wand befestigen.

Das Hochbett ist nicht nur der Traum von vielen Kindern, es macht auch aus kleinen Räumen ein wahres Spielparadies. (#02)

Das Hochbett ist nicht nur der Traum von vielen Kindern, es macht auch aus kleinen Räumen ein wahres Spielparadies. (#02)

Im Kinderzimmer nur unbedenkliche Materialien

Besonders im Kinderzimmer und bei den Schlafmöbeln sollte großer Wert auf erstklassige Materialien gelegt werden: Ein unbedenkliches und schadstofffreies Umfeld hängt maßgeblich von der Wahl der Werkstoffe ab. Besonders unbehandelte und ökologisch verarbeitete Hölzer eignen sich hervorragend für den Schlafmöbelbereich. Heimisches Holz ist dabei zumeist langlebig, nachhaltig und schadstoffarm.

Viele Hölzer aus heimischen Wäldern sind außerdem mit dem FSC-Label versehen. Es steht für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft sowie eine nachhaltige Forstwirtschaft. Beim Kauf von Kinderbetten sollte klar erkenntlich sein, um welche Hölzer sich es handelt und wo die Hölzer herkommen. Greifen Sie im Zweifelsfall lieber zu Öko-Betten.

Für ein Plus an Sicherheit für Ihre Kids gibt es zudem Prüfsiegel und europaweit geltende Normen, die eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der Schlafmöbel garantieren.

Spezielle Gütesiegel für Kinderbetten

Bestimmte Gütesiegel und anerkannte Prüfkennzeichen helfen Ihnen bei der Auswahl eines Kinderbetts. Diese garantieren, dass das Schlafmöbel sicher ist und Sie Ihre Kinder dort unbedenklich schlummern lassen können:

Die Zertifizierung nach der Norm DIN EN-Norm 716-1:2008 und der Norm A1:2013 „Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich“ ist ein erster Anhaltspunkt für die Sicherheit des Kinderbettchens.

Beide Normen regeln die europaweiten Sicherheitsbestimmungen für Kinderbetten.

Innerhalb Deutschlands ist das GS-Zeichen ein guter Hinweis auf die Sicherheit eines Kinderbetts. Mit dem deutschen Prüfzeichen garantieren die Hersteller die gesetzliche Konformität und die Sicherheit ihrer Ware. Das TÜV-Siegel ist außerdem ein verlässlicher Hinweis auf eingehaltene Sicherheitsstandards. Die europäische Normenreihe DIN EN 71 für die „Sicherheit von Spielzeug“ gibt ebenfalls Aufschluss über die gesundheitliche Unbedenklichkeit eines Kinderbetts.

Für Gesundheit und Sicherheit: Augen auf beim Kinderbett-Kauf

Die Anschaffung eines Kinderbetts ist nicht immer ganz leicht: Bequem soll es sein und vor allem sicher. Beim Aspekt der Sicherheit geht es jedoch nicht nur um eine einwandfreie Verarbeitung, sondern auch um die Verwendung schadstoffarmer Materialien. Eine Vielzahl anerkannter Prüfzeichen und Gütesiegel hilft Ihnen dabei, das richtige Kinderbett zu finden.

Dennoch gilt: Augen auf und Sinne an beim Kauf eines Kinderbetts!

Lassen Sie die Finger von Betten, die streng riechen oder schlecht verarbeitet aussehen – es geht schließlich um die Gesundheit Ihrer Kids!


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild JorgeAlejandro – #01 Photographee.eu – #02 wassiliy

Über Iris Martin

Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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