Der Elternratgeber
rund um die Geburt,
die Erziehung und
Bildung unserer Kinder.
Wo bleibt die Mutterliebe?
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Fragen Sie sich das eventuell auch? Nach der Geburt meines ersten Sohnes bin ich übergeströmt vor Mutterliebe und Stolz - bei der Geburt meines zweiten Sohnes (knapp zwei Jahre später) nicht - ich konnte dieses Kind nicht lieben. Ich kam mir vor, wie eine Rabenmutter - doch die Mutterliebe kam trotzdem nicht.... Heute jedoch liebe ich meine zwei Racker genauso - es gibt da keine Unterschiede mehr - denn die Liebe wächst mit. Meist ist es Liebe auf den ersten Blick, neu und doch vertraut, von Wochenbettdepression oder Berührungsängsten keine Spur - ich schwebte auf Wolke sieben und genoss mein junges Mutterglück. Und mit jedem Lächeln, mit jedem Anlegen wurde die Beziehung zu meinem ersten Sohn Marcel inniger. Doch was ist wenn diese Mutterliebe nicht sofort “funktioniert”? Bindungen entstehen durch Kommunikation - und diese funktioniert auch ohne Wort: das Baby schreit und die Mutter weiss, dass es hunger oder durst hat.. sie reagiert fürsorglich und stillt ihr Baby. Dieses aufeinander Reagieren ist die Basis jeder dauerhaften und liebevollen Beziehung. Doch jede Beziehung muss sich erst entwickeln. Jeden Tag etwas mehr. Deshalb bitte keine Sorgen machen, wenn diese überschwenglichen Mutterfreuden nach der Geburt auf sich warten lassen. Bei vielen Muttis geht es nicht “auf Knopfdruck” - und die Liebe zu dem Kleinen gibt es erst auf den zweiten - oder gar dritten - Blick. Manche Mamas brauchen länger als ich damals bei meinem Marcel - und das ist doch in Ordnung - denn die Geburt muss man geistig und körperlich ersteinmal verkraften. Am besten Sie lassen sich Zeit, um die Gefühle zu ordnen. Schenken Sie Ihrem Nachwuchs viel körperliche Wäreme und liebevolle Zuneigung - und lernen Sie ihn kennen und lieben. Bei meinem zweiten Sohn Kai hat dieses Kennenlernen fast ein Jahr gebraucht - das tut mir heute noch weh - denn ich konnte diese erste, so wunderschöne, Jahr nicht geniesen. Aber ich weiss auch, dass es meinem Sohn in diesem Jahr an nichts gefehlt hat.. weil ich immer versucht habe, ihn so anzunehmen wie er ist und viel Zeit mit ihm verbracht habe. Schuldgefühle helfen in solchen Situationen keinem - nehmen Sie Ihr Baby so an, wie es ist ... die Mutterliebe kommt .. versprochen: auch wenn es manchmal sehr lange dauert. Ihre Birgit Lorz |
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