RSV-Virus
Posted by Birgit on April 24th, 2008 at 12:27pm
Im Krankenhaus bin ich dann gleich in den 6. Stock - in die Kinderambulanz. Gott sei Dank war keiner sonst da - also kamen wir recht zügig an. Ich zog Lena aus, hüllte sie in unsere Babydecke und trug sie durch den sterilen Raum, bis die Krankenschwester wieder dazu kam.
Lena wurde gewogen und Fieber gemessen.
Danach kam der Arzt. Er fragte noch ein paar Sachen: wie lange sie schon so nach Luft schnappt, nichts mehr ißt, so fertig ist, ect. Dann erklärte er mir, dass er auch auf diesen RSV-Virus tippte. Dieser Virus macht bei Erwachsenen - und selbst bei Kleinkindern - nicht mehr als eine Erkältung. Nur Babys (gerade unter 6 Monaten) reagierten sehr brutal darauf.
Um festzustellen, ob Lena den RSV-Virus hat, müsse man ihr ein Röhrchen in die Nase schieben - ganz tief und den Schleim absaugen. Jetzt stellt sich die Frage, was ganz tief bedeutet. Das soviel Schlauf in eine so kleine Nase geht, dachte ich nicht :-(.
Aber es halb nichts - ich hielt Lenas Kopf fest und der Arzt schob den Schlauch (waren es 10 cm?) tief in Lenas Nase…. ein kurzes Saugen … dann kam das andere Nasenloch dran. Der Schleim wurde auf eine Testkarte geschmiert - nun hies es 2 Minuten warten.
Ich zog Lena derweil wieder etwas an und trug sie wieder, denn nur so gab sie noch Ruhe.
Der Test war positiv - Lena hatte diesen “tollen” RSV-Virus. Das einzige positive daran war, dass wir nicht länger suchen mussten. Der Arzt zeigte mir den Test (ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest bedeuteten zwei Linien positiv) und meinte, wir würden jetzt wohl ein paar Tage da bleiben.
Mir war alles recht - mir fehlten einige Stunden Schlaf - mein Baby lag halbtot in meinen Armen. Es konnte nur noch aufwärts gehen, dachte ich mir.
Sie müssten jetzt eine Infusion legen - ob ich dabei bleiben wollte. Nein, wollte ich eigentlich nicht - so fertig wie ich war, würde ich noch umkippen. Also ging ich vor die Türe. Drinnen schrie mein Baby wie am Spieß. Alle Leute schauten mich an, warteten sie darauf, dass ich hysterisch wieder hineinrennen würde? Nein, ich blieb vor der Türe stehen - mit Tränen in den Augen… aber es hatte ja keine Zwecke, da mussten wir wohl jetzt durch.
Nach 5 Minuten öffnete sich die Türe wieder - und ich durfte zu meinem “entstellten” Baby: Lena hatte einen Netzstrumpf über den Kopf gezogen, in den hatte die Krankenschwester vorne ein Loch fürs Gesicht geschnitten. Das sah vielleicht gefährlich aus. Ich nahm mein kleines Bündel in den Arm und versuchte Lena zu beruhigen. Die war sichtlich froh, dass Mama wieder da war.
Mit Tropf, Babyschale, Jacke, Baby und was weiss ich noch im Arm ging es dann auf die Station. Erst auf den Weg dorthin bemerkte ich, dass Lena kaum etwas anhatte. Das hatte ich komplett vergessen. War es die Müdigkeit oder die Aufregung oder beides zusammen - ich war wie in Trance.
Auf der Station wurden wir in ein Zimmer geführt: dort lagen schon zwei Mamas mit ihren Babys…. und uns wurde gleich gesagt, dass wir das Zimmer nicht zu verlassen hätten. Sonst würden wir noch die ganze Station anstecken. Ganz toll - eingesperrt in ein kleines Zimmer zu sechst. Wie lange würde ich das wohl aushalten?
Naja, die Mamas durften schon raus - aber wie soll das gehen? Ich kann doch mein Baby nicht einfach alleine lassen…. und die anderen Mamas sollten sich bitte von den fremden Babys fernhalten, nicht dass sie sich noch etwas einfangen würden.
Tags: Krankenhaus, RSV, Virus
Under 3. Lebensmonat
3 Comments for RSV-Virus
1. Jana Ziegler | Mai 12th, 2009 at 20:18
ich schreibe für meine tochter jana,sie ist mittlerweile 28 monate,nach einer sehr schweren schwangerschaft bekam sie mit 6 wochen auch den rs virus,die ärtzte machten mir keine hoffnung da noch eine lungenentzündung im anmarsch war,sie hatte nie fieber und dadurch war ihre erkrankung schwer zu erkennen, als sie im krankenhaus untersucht wurde der verdacht auf den virus bestätigt sie wurde intupiert ein schlimmer anblick aber ie schaffte es gegen alle vorsagen sie ist eine kämpfernatur
2. silvia | September 28th, 2010 at 12:57
Mein Sohn (mittlerweile 11 Monate) bekam mit 5 Monaten schweren Husten und Schnupfen wo mein Kinderarzt sagte es wäre Bronchities, was es Anfangs auch war, doch als es nach 2 Tagen immer nicht besser sondern immer schlimmer wurde, seine Nase und Augen sind geronnen, bin ich sofort ins LKH Graz gefahren. Da wurde er sofort auf Rs getestet, natürlich positiv. Es hieß aber es würde nicht so schlecht ausschauen sodass wir in 3-4 Tagen wieder nach Hause dürfen. Doch als das ganze Inhalieren nichts half fragte ich die Krankenschwester ob es normal sei das er so röchelt und fast keine Luft bekäme, sie sagte ja. Ok dachte ich, in dieser Nacht hat er dann sein Fläschchen nicht mehr getrunken, was für ihn sehr untypisch war und bekam plötzlich einen Schreikrampf und darauf gleich Atemnot, sodass er auf die Intensiv verlegt werden mußte. Anfangs bekam er nur eine Atemmaske, da ich aber auf Intensiv nicht bei unserem kleinen bleiben durfte bin ich nach Hause gefahren.
Als ich nächsten Tag in die Intensiv reinkam, wartete schon Marchellos behandelnder Arzt auf mich und erklärte mir das er keine Kraft mehr hatte und ihn in Tiefschlaf verlegen mußten. Ich bin verzweifelt und in Tränen ausgebrochen.
11 Tage hatte sich an seinem Zustand nichts geändert. Es war zermürbend, da uns auch keine grossen Hoffnungen gemacht wurden und man nie was positives zu hören bekam.
Mehr oder weniger hatten ihn die Ärzte aufgegeben!
Wir jedoch nicht, ich wußte er ist eine Kämpfernatur!!!!
2 Tage die erlösende Nachricht für Eltern, der kleine kann langsam aufgeweckt werden, und wir wußten in 3-4 Tagen ist er wach.
Als es dann soweit war das ich nach fast 3 Wochen zum ersten mal wieder seine Augen sehen durfte, war das grösste Geschenk.
Ich war noch nie vorher so glücklich, obwohl es kein allzuschöner anblick war, weil der kleine von den ganzen Medikamenten einen Entzug hatte, doch das war mir alles egal
3. silvia | September 28th, 2010 at 13:16
….jetzt hat irgendwas mit dem server nicht hingehauen
fortsetzung: Naja jedenfalls kam 2 Tage später der nächste Schock.
Normalerweise sollte nach so einer langen Zeit Tiefschlaf nach ca. 2 Tagen ein Säugling wieder ganz normal bewegen, also die Motorik funktionieren, bei Marchello war das aber jedoch nicht der Fall. Was wir als Eltern nämlich nicht gesagt bekamen, war, das der kleine 3 Wochen lang überdosiert cortison intravenös bekam. Und da ich von cortison im allgemeinen nichts halte, hätte ich dem ganzen wahrscheinlich gar nicht zugestimmt. Naja nach 1 Woche änderte sich trotz Physiotherapie noch immer nichts, Marchello konnte nicht greiben, seine Hände-Arme-Beine und Füsse nicht bewegen und auch den Kopf nicht selbst halten. Uns wurde dann von meinem Kinderarzt gesagt, das er eine Muskelschwäche, oder gar eine Muskellähmung hat, wobei er mit einer Muskellähmung vielleicht nie mehr selbst was tun hätte können und sein ganzes Leben eingeschränkt gewesen wäre, als wir dann hörten, das dies von dem Cortison kommt das er ständig bekam, fielen wir aus allen Wolken, ab diesem Zeitpunkt wussten wir nämlich auch erst das er Cortison bekommen hatte, da die ganzen Fachbegriffe im Ärztebrief nur auf Lateinisch stehen konnten wir das nicht wissen und die Ärzte im LKH sagten auch nie was davon als wir fragten was er da eigentlich alles an Medikamenten bekommt, wir fragten deshalb weil er an 10 verschiedenen Infusionen gehangen ist.
Aber Gott sei Dank hat sich das alles nach 5 Wochen gelegt und er war wieder ganz der Alte.
Aber an alle Eltern die das gleiche durchmachen, laßt nicht zu das eurem Kind Cortison verabreicht wird, es gibt sehr viele alternative Medikamente wo der Heilungsprozess länger dauert, aber nicht so gefährlich ist wie Cortison.
LG aus Österreich Silvia
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